ADAC GT Masters

ADAC GT Masters mit Auftakt

— 16.04.2016

Das ultimative Vollgas-Wochenende

Das ADAC GT Masters bietet Motorsport-Action vom Feinsten: Wir haben GT Masters, Formel 4 und TCR vor dem Saisonstart 2016 am Wochenende gecheckt.

Die Liga der Supersportwagen gibt in ihrer Jubiläumssaison noch mehr Vollgas. In ihrem zehnten Jahr begeistert die Motorsportserie ADAC GT Masters nicht nur mit ihrem prall gefüllten Starterfeld. Neben den 34 Traumwagen der GT3-Klasse und über 40 Formel-4-Rennern gibt es 2016 endlich wieder echten Tourenwagensport. In der neu gegründeten TCR Germany balgen sich wild aufgemotzte, viertürige Kompaktwagen. VW kämpft hier endlich wieder gegen Opel.

Neu dabei: Die TCR-Serie bietet seriennahen Sport

Vor dem Saisonstart jetzt am Wochenende (16./17. April) in Oschersleben haben sich alle Teams zum offiziellen Vortest getroffen. AUTO BILD MOTORSPORT war mittendrin und hat sich die drei Rennserien und ihre Boliden genauer angeschaut.

Die TCR-Serie (Touring Car Racing) fährt seit 2015, bislang aber nur auf internationaler Bühne. Die deutschen Fahnen hielt Engstler Motorsport mit dem neuen Golf GTI hoch. Und weil die Serie so viel Anklang bei Fahrern und Fans fand, bemühte sich die Allgäuer Truppe um Franz Engstler, sie auch nach Deutschland zu holen. Mit Erfolg. Neben dem Golf GTI sind auch der Opel Astra, der Seat Leon, der Kia Cee‘d und der Subaru Impreza dabei. Weitere Hersteller wie Ford stehen in den Startlöchern.
Und auch die Japaner geben Gas, in Deutschland mit dem Honda Civic Type R. Fugel Sport setzt gleich zwei Autos ein. Die Viertürer ähneln nicht zufällig den Werkswagen in der Tourenwagen-WM. Die TCR-Version stammt wie in der Weltmeisterschaft von JAS-Motorsport. Optisch begeistert der Honda wie die Konkurrenz mit dicken Backen und mächtigem Flügel. Und trotzdem ist die Nähe zum Serienauto geblieben.

Das ADAC GT Masters ist die Liga der Supersportwagen

Innen und unterm Blech dagegen ist er ein Rennwagen durch und durch: Der Zweiliter-Turbo leistet 330 PS, geschaltet wird sequenziell am Lenkrad, kein ABS, keine Traktionskontrollen, gleiche Reifen für alle, BoP (Balance of Performance) mit Gewichtsausgleich. So soll Motorsport sein. Und der Sound? Kein knurriges Turbogesäusel, diese TCR-Autos brüllen und knallen, wie es sich gehört. Da sind sogar manche Boliden der Königsklasse GT3 blasser.

Okay, die Callaway Corvette C7 GT3 gehört zu den deftigeren Autos. Das Team rund um Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone hat pünktlich zur Saison das neue Modell fertiggestellt und konnte bei den Tests mit guten Zeiten glänzen. Dabei ist der Ami eine komplette Eigenentwicklung und keine abgeschwächte Version der Le-Mans-Werkswagen - nur der 591 PS starke V8-Saugmotor ist ein alter Bekannter aus dem Vorgänger. Die Konkurrenz um den Lamborghini Huracan, Audi R8, BMW M6, Bentley Continental GT, Mercedes AMG GT und Porsche 911 hat auch neue Modelle am Start - also abwarten, ob die Corvette den Titel zurückerobern kann.

In der Formel 4 fährt auch Schumi-Sohn Mick mit

Und die Highspeedschule der ADAC GT Masters? Das Formel-4-Feld platzt aus allen Nähten. Mick Schumacher glänzte bei den Tests mit Bestzeiten, die Konkurrenz ist jedoch nur wenige Hundertstel entfernt. Die Renner? 565 Kilo, 160 PS starker Abarth-Turbomotor, Chassis des italienischen Herstellers Tatuus - Power genug, um auf Strecken wie Oschersleben schneller als die GT3-Liga zu sein.

Mittendrin auch die 15-jährige Sophia Flörsch. Über die Formel 4 will es die Münchnerin in die Formel 1 schaffen und wie ihre männlichen Konkurrenten einmal Weltmeister werden. Wir dürfen gespannt sein.

Wer den Saisonauftakt nicht abwarten kann, bekommt einen Vorgeschmack im Video: Wir haben VW Golf GTI TCR von Engstler Motorsport und Honda Civic Type R von Fugel Sport bereits über die Strecke gejagt.

Autor: Guido Naumann

Fotos: R. Sassen

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