ADAC-Heizungstest 2010 — 09.02.2010

Wer siegt im ADAC-Heizungsvergleich?

Der ADAC sucht den Heizungskönig. 20 Autos rollten zum Test. Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus. Und: Die Preisklasse der Kandidaten entspricht nicht immer den Heizleistungen.

Von zehn Grad Minus auf 22 Grad Plus: Das war die Aufgabe für 20 Fahrzeuge aus unterschiedlichen Klassen, die der ADAC einem Heizungstest 2010 unterzog. Mit sehr unterschiedlichen Ergebnisen. Wenn es um mollige Wärme im Innenraum geht, macht dem Mercedes SL 350 keiner was vor. Er sorgt schon in sieben Minuten für ein angenehmes Raumklima. Die Schwaben waren auch bei den Fahrzeugen mit vollwertigen Rücksitzen vorn: Dort heizte der Mercedes #PARSER#GMA 36 SLC#PARSER# am besten. Er stellte die geforderte Temperatur im vorderen Wagenbereich schon nach acht Minuten zur Verfügung, im Fond dauert es nur eine Minute länger. Doch nicht nur Luxuslimousinen und Sportwagen können heizen. In der unteren Mittelklasse liegt der BMW 120i an der Spitze. Er heizt vorne noch schneller (sieben Minuten) als der Mercedes, braucht im Wagenfond aber vier Minuten länger.

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Bei den Kleinstwagen schneidet der Fiat Panda 1,2 8V Natural Power am besten ab. Mit neun, beziehungsweise 14 Minuten schlägt er beispielsweise den Opel Agila 1,3 CDTI um Längen. Der Rüsselsheimer kommt erst nach 20 Minuten vorn und 26 Minuten hinten auf die geforderten 22 Grad. Der Grund: Diesel heizen prinzipiell schlechter als Benziner. Durch ihren höheren Wirkungsgrad erzeugen sie weniger Abwärme, die zum Aufheizen des Innenraums genutzt werden kann. Das es auch anders geht, zeigt ein BMW, dessen Selbstzünder allerdings über eine Zusatzheizung verfügt.

Erster Platz im Ranking: Keiner heizt besser als der Mercedes SL 350.

Erster Platz im Ranking: Keiner heizt besser als der Mercedes SL 350.

Der BMW X6 35d liefert trotz Diesel vorne schon nach acht, hinten nach zehn Minuten akzeptable Temperaturen. Natürlich spielt beim Heizresultat auch die Größe des Innenraums eine Rolle. Kein Wunder, dass der Ford Galaxy 2.2 TDCi wegen seines riesigen Innenraums beim Heizungsvergleich die schlechtesten Werte erzielt. Bei klirrender Kälte dauert es vorne 23 Minuten, im hinteren Fahrzeugbereich sogar länger als eine halbe Stunde, bis es angenehm warm wird. Für Kurzstreckenfahrten heißt das: Warm anziehen. Leichter bekleidet kann man in den VW Touran EcoFuel steigen, er schaffte es trotz Kastenform in zwölf Minuten auf die geforderten 22 Grad.

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Kommentare zum Artikel (17)

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S3ddy
18.02.2010, 11:09Uhr

Warum wundert es mich nicht, daß die Gewinner zu 90% Benziner sind und die Verlierer Diesel? Welcher Trottel denkt sich denn solche Vergleiche aus? Das ein Diesel länger braucht um überhaupt "warm" zu werden ist doch eigentlich völlig normal?!
Ich sage nur: Test´s die die Welt nicht braucht = Autobild!

jepps
15.02.2010, 16:40Uhr

@asdf: Super Kommentar!! Das habe ich auch gedacht! ;-))

Eugen
15.02.2010, 10:55Uhr

Da hast du nicht unbedingt Recht, Konstantin. Sehr viel von der nicht effizient (also nicht in Vortrieb umgewandelten) verbrauchten Energie geht zum Aufheizen der Umgebung, Auspuff usw verloren. Und die Motoren - die werden bei den meisten Herstellern mehr oder weniger den gleichen Wirkungsgrad haben (bauartbedingt).

eta
14.02.2010, 15:41Uhr

@mark: üblicherweise wird "sehr gut" 1+/15 punkte mit 0,7 in die durchschnittsnote eingerechnet, z.b. für die zvs-studienplatzvergabe. 1-/13 p. ist entsprechend eine 1,3.
den test hat der adac durchgeführt, nicht autobild, also sollte man sich lieber dort beschweren, dass mitgliedsbeiträge für einen wenig bis garnicht erkenntnisliefernden versuch verschwendet werden. dass man mit entsprechend unökonomischer fahrweise sein auto schneller aufheizen kann, mag ich "foxhound" gerne glauben. im sinne der umwelt, der langlebigkeit des motors & letzlich des geldbeutels ist das sicher nicht.

also?
14.02.2010, 15:24Uhr

...ein diesel mit großem innenraum wird also langsamer warm als ein benziner mit kleinerem innenraum, faszinierende erkenntis! man hätte wenigstens die gleichen modelle mit halbwegs vergleichbaren diesel- und benzimotorisierungen nehmen können, oder zumindest autos aus dem gleichen segment. ein galaxy ist immerhin eine ganze klasse größer als ein touran. über die effektive nutzung der abwärme sagt das nichts aus.

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