ADAC-Kindersitz-Test Oktober 2016

ADAC-Kindersitz-Test Oktober 2016

— 25.10.2016

Drei teure Totalausfälle

Drei von 16 aktuellen Kindersitzen haben im Test von ADAC und Stiftung Warentest total versagt. Einer davon wird jetzt sogar zurückgerufen.

Teuer ist nicht gleich gut. Das ist die Erkenntnis aus dem aktuellen Kindersitz-Test von ADAC und Stiftung Warentest. Denn: Drei teure Sitze haben versagt, fielen mit der schlechtestmöglichen Note 5,5 ("mangelhaft") aufgrund gravierender Sicherheitsmängel durch. Drei günstige Sitze schafften dagegen ein "gut". Insgesamt neun der getesteten Sitze erhielten dieses Urteil, jeweils zwei weitere "befriedigend" und "ausreichend".

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Ein "katastrophales" Ergebnis sei das des 370 Euro teuren Recaro Optia, so die Tester: Beim Crashtest versagten die Fanghaken der Isofix-Basis, der gesamte Sitz flog mitsamt Kinder-Dummy nach vorne (siehe Foto oben). "In einem Auto wäre er gegen den Vordersitz oder die Windschutzscheibe geprallt", heißt es bei Stiftung Warentest. Recaro hat bereits eine Rückrufaktion des Sitzes eingeleitet. 
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Brechender Metallrahmen, schlechte Bedienbarkeit

Beim Sitz Nuna Rebl brach beim Aufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale.

Ebenfalls beim simulierten Frontalcrash versagte das Modell Rebl von Nuna (550 Euro), hier brach beim Aufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale – "mangelhaft", weil höchst gefährlich. Beim dritten als "mangelhaft" eingestuften Kindersitz, dem Diono Radian 5 für 395 Euro, hapert es dagegen bei der Bedienbarkeit. Der ADAC: "Je nach Gewicht des Kindes und der Einbauart müssen bei diesem Sitz verschiedene Umbauten mit losen Teilen vorgenommen werden. Die Gefahr der Fehlbedienung ist groß. Auch negativ: Der Hosenträgergurt für größere Kinder lässt sich bei diesem Modell selbst unter erhöhtem Kraftaufwand nicht spannen."

Schon für 49 Euro gibt es einen "guten" Sitz

Der Cybex Aton Q i-Size (Foto) und der Kiddy Phoenixfix 3 schnitten am besten ab (Note 1,7).

Für eine positive Überraschung sorgten dagegen drei günstige Sitze für Vier- bis Zwölfjährige, die nur 49 bis 80 Euro kosten (Hema Junior, Nania Befix SP, Vertbaudet Juniorsit). Begeisterung bei den Testern: "So günstige gute Sitze fand die Stiftung Warentest seit Jahren nicht." Für die beiden besten Sitze im Test (Note 1,7), den Cybex Aton Q i-Size für Neugeborene (mit und ohne der Isofixbasis) und den Kiddy Phoenixfix 3 für Ein- bis Vierjährige, müssen Eltern allerdings ein paar Euro mehr hinlegen: Sie kosten 200 (mit Isofix 350) bzw. 259 Euro. Mehr Infos erfahren Sie in der Bildergalerie!

ADAC-Kindersitz-Test Oktober 2016

Autor: Maike Schade

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