ADAC-Kindersitztest 2008

ADAC-Kindersitztest 2008

— 29.05.2008

Vier fielen durch

Der ADAC hat Kindersitze im Crashtest unter die Lupe genommen. Noch immer gibt es einige gefährliche Wackelkandidaten. Vier Mal mussten die Tester die Note "mangelhaft" verteilen.

Der ADAC hat zusammen mit der Stiftung Warentest einen Crashtest mit Kindersitzen durchgeführt. Trauriges Ergebnis: Noch immer werden im Handel Sitze angeboten, die den Prüfkriterien des Automobilclubs nicht standhielten. Beim Kindersitztest 2008 fielen vier von 28 Sitzen durch und wurden mit "mangelhaft" bewertet. Drei dieser Sitze – "Eitel Plastic Luftikid", "Kids im Sitz Ferrari Teko" und "IWH Trade Max Vario Max" – versagten beim Seitenaufprall. Ein schlechtes Zeugnis erhielt zudem der "Cockpi"“ von Michelin, der als einziger im Frontcrash versagte. Es gab aber durchaus auch positive Ergebnis: Bei den Sitzen für Babys bis 18 Monate ist mit dem Römer "Baby-Safe Isofix plus" ein Produkt auf dem Markt, das sowohl bei der Sicherheit als auch bei der Bedienung mit "sehr gut" bewertet wurde. Kaum schlechter war der "Jané Strata", der insgesamt "gut" abschnitt.

Seitenaufprallschutz noch immer nicht vorgeschrieben

Auch für die größeren Kinder gibt es sichere Sitzgelegenheiten. Hier erhielt die Hälfte aller Testkandidaten ein "gut", neun Mal schafften die Testkandidaten die Note "befriedigend". Der ADAC kritisierte, dass für die 2005 überarbeitete Norm (ECE-R44), nach der Kindersitze zugelassen werden, noch immer kein Seitenaufpralltest vorgeschrieben wurde. Da das Verletzungsrisiko beim seitlichen Aufprall mindestens genau so hoch sei wie bei Frontalunfällen, fordern die europäischen Automobilclubs seit Jahren eine Verbesserung des Seitenaufprallschutzes. Ältere Kindersitze, die nur der Norm ECE-R44/01 oder 02 entsprechen, dürfen seit April 2008 nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.