ADAC Zentrale München

ADAC-Manager freigestellt

— 26.02.2015

In die eigene Tasche gewirtschaftet?

Ein Jahr nach dem Skandal um den "Gelben Engel" droht dem ADAC neuer Ärger. Ein hochrangiger Manager soll jahrelang in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Die Automobilclub zog bereits Konsequenzen.

(dpa) Der ADAC muss sich gut ein Jahr nach dem Skandal um Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" möglicherweise mit einer neuen Affäre auseinandersetzen. Laut "Süddeutscher Zeitung" (Donnerstag, 26. Februar 2015) ) stehen ein hochrangiger Manager und seine Mitarbeiterin im Verdacht, jahrelang in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.

Die Pannen des ADAC

ADAC-Zentrale in München Preisverleihung Gelber Engel Karl Obermair
Eine ADAC-Sprecherin bestätigte am Donnerstag in München, dass ein Mitarbeiter freigestellt worden sei und es eine laufende Untersuchung gebe. Hintergründe und Details könnten allerdings nicht genannt werden, Personalthemen würden nicht öffentlich diskutiert. Der Autoclub werde die Aufklärung des Falls aber energisch vorantreiben. "Die interne Revision untersucht schon im eigenen Interesse des ADAC alle Vorgänge, um Verfehlungen rückhaltlos und konsequent aufzuklären. Das nimmt allerdings Zeit in Anspruch", sagte die Sprecherin. Laut "SZ" wirft die interne Revision den Mitarbeitern vor, Waren für sich auf ADAC-Rechnung gekauft zu haben. Zudem berichtet die "SZ" über Vorwürfe, Urlaube in Spanien und ein zur Verfügung gestelltes Cabriolet seien von einem Unternehmen bezahlt worden. Zur Höhe des möglichen Schadens machte die Zeitung aber keine Angaben.
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Der ADAC befindet sich nach der tiefen Krisen des vergangenen Jahres noch immer im Umbau. Nachdem vor einem Jahr die Fälschungen beim "Gelben Engel" bekannt wurden, sah sich der ADAC mit immer neuen Vorwürfen konfrontiert. Neben dem für die Manipulationen verantwortlichen Kommunikationschef mussten auch der damalige ADAC-Präsident und der Geschäftsführer ihre Posten räumen. Auch wenn sich nicht alle Vorwürfe bestätigten: Der Imageschaden für den Verein war enorm. Der Autoclub verordnete sich einen Reformprozess begleitet von externen Fachleuten. Im Dezember billigte eine außerordentliche Hauptversammlung die Reformpläne. An der Umsetzung wird noch gearbeitet.

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