ADAC-Pannenstatistik 2008

Mercedes B-Klasse Mercedes A-Klasse

ADAC-Pannenstatistik 2008

— 16.04.2009

Fehlerquelle Nr. 1: Batterie

Deutsche Autos sind am zuverlässigsten, zeigt die aktuelle Pannenstatistik 2008 des ADAC. Vor allem Audi, BMW und Mercedes erfreuten durch geringe Mängelquote. Am häufigsten versagten Batterie und Elektrik.

Eine herrlich gesunde Familie: Die zuverlässigste Marke in der ADAC-Pannenstatistik 2008 war Audi mit den Modellen A2, A3 und A6. Der kompakte A3 aus Ingolstadt liegt weit vor dem Golf, der nur auf Platz vier kam – zusammen mit dem 1er BMW. Und der A4 in der Mittelklasse erreicht Rang zwei, besser war nur die C-Klasse von Mercedes. In der Sportwagen- und Cabrioklasse macht sich BMW mit dem 3er-Cabrio beziehungsweise Coupé breit, ebenso im Geländewagen-Sektor mit dem X3. Bei den großen Vans ist der VW Sharan an eins. An erster Stelle bei den kleinen Vans ist es der Citroën C4 Picasso. Wie die Pannenstatistik insgesamt zeigt, haben Ford und Opel große Probleme mit der Zuverlässigkeit. Audi, BMW und Mercedes konnten dagegen ihre Vormachtstellung weiter ausbauen. Die japanischen Hersteller, die vor Jahren die Autos mit der größten Zuverlässigkeit produzierten, liegen derzeit im Mittelfeld.

Mängelriese 2003er Renault Mégane

Die meisten Pannen in ein- und demselben Jahrgang: Renault Mégane vom Baujahr 2003.

Die Lizenz zum Liegenbleiben haben nach der Statistik der Pannenhelfer vor allem Fordfahrer: Ka, Mondeo, S-Max und Transit waren in den jeweiligen Klassen die meistgestörten. Mängel traten zumeist in Gestalt streikender Wegfahrsperren und fehlerhaften Motormanagements auf. Das Auto mit den meisten Mängeln des Jahres ist der Renault Mégane des relativ jungen Baujahrs 2003. Auch Peugeot schnitt mit den meisten Pannen in der unteren Mittelklasse und bei den Sportwagen schlecht ab. In der Oberklasse stellte der Opel Signum den unrühmlichen Mängel-Rekord auf. Die zuverlässigsten Autos ausländischer Produktion kommen von Toyota, dessen Kleinwagen Aygo in seiner Klasse der beste war.

Bordelektrik wird störanfälliger

Kurzschluss: Batterie und Elektrik waren im Jahr 2008 die häufigsten Pannen-Verursacher.

Häufigste Pannenursachen (ca. 40 Prozent) waren eine defekte Batterie und Probleme mit der Fahrzeugelektrik. Gegenüber dem Vorjahr kam es bei den Batterieausfällen zu einer Steigerung von vier Prozent. "Offensichtlich sind die Stromspender den vielen Verbrauchern im Auto nicht mehr gewachsen, vor allem mit zunehmendem Alter", mutmaßt man beim ADAC. Für das aktuelle Ranking wurden 2,5 Millionen von insgesamt 3,7 Millionen Pannen ausgewertet. In dieser Studie, die auch Bestandteil der clubeigenen Markenuntersuchung AutomarxX ist, werden die ein- bis sechsjährigen Autos berücksichtigt, die mindestens drei aufeinanderfolgende Jahre lang im Wesentlichen unverändert gebaut und in einem Jahr mindestens 10.000-mal neu zugelassen wurden.

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