Pannenhelfer im Einsatz

ADAC-Pannenstatistik 2010

— 02.02.2011

Rekord bei Pannenhilfe

2010 hatten die ADAC-Pannenhelfer so viel zu tun wie noch nie. Die Wetter-Kapriolen machten vor allem der Elektrik zu schaffen. Jetzt neu: Die Statistik der Automodelle!

(dpa) Rekordjahr 2010 für die ADAC-Pannenhelfer: In über 4,25 Millionen Fällen rückten die "Gelben Engel" im vergangenen Jahr auf Deutschlands Straßen aus, so oft wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies ein Anstieg von 8,1 Prozent dar. "Erfreulich für die betroffenen Fahrer ist, dass in 84,4 Prozent der Fälle der Schaden vor Ort behoben und die Weiterfahrt ermöglicht wurde", sagte jetzt Manfred Resch, Vorstand für Technik des ADAC Südbayern. Vor allem extreme Wetterbedingungen seien der Grund dafür gewesen, dass viele Autos ihre Fahrer im Stich ließen. Die frostigen Minusgrade zu Beginn des Jahres und die sommerliche Hitze ließen Batterien reihenweise schlapp machen.

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Bei der winterlichen Kälte sei es zudem verstärkt zu zugefrorenen Leitungen oder Problemen bei der Zündung gekommen, so ADAC-Pressesprecher Christian Buric. Der Pannenanstieg hängt laut ADAC auch mit einer Veränderung im Reiseverhalten der Deutschen zusammen. "Mehr Urlauber verreisten 2010 mit dem Auto innerhalb Deutschlands. Das führte dann auch zu mehr Pannen", erläuterte Buric. Der Fahrzeugbestand auf Deutschlands Straßen komme zudem in die Jahre, was häufiger zu Pannen führe. Die Abwrackprämie habe das nicht wesentlich geändert, hieß es von Seiten des ADAC Südbayern.

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Weiterer Grund für den Pannenrekord: zu schwache Batterien für die umfangreiche, elektronische Ausstattung in modernen Fahrzeugen. "Sitzheizungen, Klimaanlagen und Heckscheibenheizungen beispielsweise sind wahre Stromfresser", erklärte Axel Arnold vom ADAC-Südbayern. Den Fahrern von Hybrid-Autos empfiehlt der Automobilclub auch bei kleinen Instandhaltungsarbeiten wie einem Ölwechsel, einen Fachmann einzuschalten. "Fahrzeuge mit Hybridmotor haben Bauteile, bei denen sehr hohe Spannungen anliegen. Statt der üblichen zwölf oder 24 Volt treten Spannungen bis zu 400 Volt auf, die lebensgefährlich sind", warnte der ADAC-Experte und Hochvolttechniker Stefan Schnitzler.

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