ADAC-Parkhaustest 2012: UPDATE
— 14.11.2012
Jedes vierte Parkhaus durchgefallen
Enge Auffahrten, schmale Parkbuchten und dunkle Treppenhäuser – in Deutschlands Parkhäusern steht es nicht zum Besten, das hat der ADAC in seinem jüngsten Test festgestellt.
Mangelhaft: Das Aussteigen wird in dieser viel zu engen Parklücke beinahe unmöglich.
(dpa) Zu eng, zu verwinkelt, zu teuer – viele deutsche Parkhäuser machen Autofahrern das Parken schwer. Nur wenige Großgaragen seien sicher und benutzerfreundlich, ergab der jüngste ADAC-Parkhaustest in zehn deutschen Städten. Von 40 getesteten Parkhäusern erhielten in der Gesamtwertung zehn die Note "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft", wie der Autoclub am 12. November 2012 in München mitteilte. Kein einziges untersuchtes Parkhaus schnitt mit "sehr gut" ab. Besonders schlecht erschienen im Test die untersuchten Parkhäuser in Mannheim: Keine der vier Garagen sei über ein "ausreichend" hinausgekommen, in einem Fall habe es sogar nur für ein "mangelhaft" gereicht. Überdurchschnittlich gut schnitten die Parkhäuser in Potsdam ab; drei von vier erhielten die Gesamtnote "gut".
Gut: Bei Ein- und Ausfahrt kommen sich Autofahrer nicht in die Quere.
Zur guten Bewertung hätten dort vor allem die Sicherheitsmaßnahmen beigetragen. So besteche das Parkhaus am Luisenplatz/Sanssouci mit Übersichtlichkeit und Helligkeit, berichtete der ADAC. Aber auch die Beschilderung und die schräg angeordneten Parkplätze zeichneten das Haus aus. Trotzdem sei das Parkhaus preiswerter als die meisten anderen in Deutschland. In vielen Häusern mache den Autofahrern vor allem die unzureichende Breite der Parkbuchten zu schaffen. Sie würden nicht mehr den immer breiter werdenden Autos gerecht. Häufig seien die Tester des Autoclubs auch auf schlechte Beleuchtung, enge Einfahrten, abgenutzte Markierungen gestoßen. Oft fehlten auch sichere Fußwege, Sonderparkplätze für Eltern mit Kindern sowie eine ausreichende Anzahl an Behindertenparkplätzen. Abgewertet wurden auch Parkhäuser mit einer Einfahrtshöhe von weniger als 1,90 Meter.
Die Einzelergebnisse zum Test sind unter www.adac.de/parkhaustest abrufbar.
Kommentare zum Artikel (3)
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Hochgeehrter Herr Bampoxx, weiß ja nicht, ob Sie nun wirklich Golffahrer sind oder doch SUV-ler. Aber in 75% der Parkhäuser parken 2 Gölfe, auch 2 3er BMW, auch 2 uralte S-Klassen Mercedes (W126) oder Audi A 6er bestens nebeneinander, sofern die Piloten die Kunst des Einparkens beherrschen.
Ich bleibe bei meinem Rat: wer mit den breiten, großen Dingern fahren und im Parkhaus parken will, soll dann eben bitte auch das Doppelte zahlen. Kenne auch ein technisches Verfahren, wie die Parkbucht-Besetzung erfasst werden kann.
Immer diese unqualifizierten Kommentare über böse Menschen in großen Autos... vollkommen an der Thematik vorbei, dafür sehr populistisch. De facto ist es aber so, dass in vielen Parkhäusern nicht mal 2 Golf nebeneinander parken können ohne sich potentiell die Türen einzudellen oder die Spiegel an den Stützpfeilern abzufahren... aber ja, auch ein Golf ist natürlich eine Großraumlimo :)
So so, die Leute haben zu wenig Platz für ihre immer breiter werdenden Fahrzeuge. Mag ja stimmen, z.B. in FraPort, wo oft sehr "dicke" Schiffe" parken. Wer scharf beobachtet erkennt bald, dass auch begrenzte Fahrkünste der SUV-Piloten zu den Engpässen führen.
2 Lösungen:
1.Lasst den ebenso teuren (auch was Spritverbrauch angeht) Quatsch mit den großen Renommierkisten, die nur die wenigsten brauchen.
2. Und kasssiert von SUV und Großlimos 30% - 100% mehr, je nachdem, wieviele Plätze in Anspruch gernommen werden.