ADAC Pedelec-Test 2013

— 29.05.2013

Mehr als die Hälfte fällt durch

Schlechte Bremsen und Lenkerbrüche: Der ADAC hat Elektrofahrräder (Pedelecs) geprüft und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen.



(dpa) Mehr als die Hälfte der Elektrofahrräder hat bei einem gemeinsamen Test von ADAC und Stiftung Warentest versagt. Das gab die Stiftung Warentest am 28. Mai 2013 in Berlin bekannt. Neun Modelle erhielten die Note "mangelhaft", darunter das oben abgebildete, rund 1200 Euro teure Leviatec Demission. Rahmen- und Lenkerbrüche, unzureichende Bremsen und eine erhöhte Strahlungsemission der Elektromotoren hätten im Test zu den schlechten Ergebnissen geführt. Zwei Modelle erhielten die Note "gut", drei bewerteten die Tester mit "befriedigend" und zwei mit "ausreichend".

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Beim Pedelec Kreidler Vitality Elite VE3 (2300 Euro) brach im Belastungstest des ADAC der Lenker. Das Urteil der Prüfer: "mangelhaft"!

Insgesamt wurden 16 Pedelecs geprüft. "Das Ergebnis ist noch einmal schlechter als das des Tests vor zwei Jahren", sagte Holger Brackemann von der Stiftung Warentest. Damals erhielten von zwölf getesteten Elektrofahrrädern zwei die Note "mangelhaft", drei "ausreichend" , vier "befriedigend" und drei "gut". Pedelecs sind Fahrräder, bei denen ein Elektromotor den Radler unterstützt, solange er in die Pedale tritt. Solche Modelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h sind nicht versicherungspflichtig. Der Motor kann das Treten nicht ersetzen - im Gegensatz zu den schnelleren E-Bikes. Die Tester prüften sogenannte Komfort-Pedelecs, das sind Räder mit tiefem Durchstieg. Sie machen den Großteil der verkauften Modelle aus.

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Ein Lichtblick! Das Stevens E-Courier SX (2500 Euro) erhielt beim Pedelec-Test des ADAC die Note "gut" und schnitt als Testsieger ab.

Mittlerweile sei jedes zehnte in Deutschland verkaufte Fahrrad ein Elektrorad, sagte Anita Stocker, Chefredakteurin der Zeitschrift "test". Bei zwei Modellen brach der Rahmen, bei drei anderen der Lenker. "Beide Schäden können in der Praxis mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass der Radler verunfallt", erklärte Brackemann. Die mechanischen Mängel hätten sich bei den Bremsen fortgesetzt. Drei Modelle mussten die Prüfer aufgrund unzureichender Bremsen abwerten. Wegen zu hoher Strahlungsemission der Elektromotoren erhielten vier Pedelecs schlechte Noten. Teilweise sei die elektro-magnetische Strahlung so hoch gewesen, dass die Fahrräder zum Beispiel die Funkdienste von Polizei und Feuerwehr stören könnten, sagte Brackemann. "Diese Räder wären in Deutschland gar nicht verkehrsfähig gewesen." In der Bildergalerie zeigen wir die neun Testversager und die beiden Testsieger. Die kompletten Testergebnisse finden Sie hier.

ADAC Pedelec-Test 2013: Mehr als die Hälfte fällt durch

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