ADAC-Raststättentest 2004

ADAC-Raststättentest 2004 ADAC-Raststättentest 2004

ADAC-Raststättentest 2004

— 23.06.2004

Manche taugen nur zum Tanken

Im Vogtland lässt sich besonders gut an der Autobahn rasten, so das Ergebnis des aktuellen ADAC-Raststättentests. In England allerdings ist Vorsicht geboten.

Ein Viertel durchgefallen, mehr als die Hälfte nur ausreichend – das Ergebnis des europaweiten ADAC-Raststättentests fällt ziemlich ernüchternd aus. Zehn Mal gab es die Note "gut", kein einziges Mal "sehr gut". Erfreulich: Der Testsieger kommt wie im Vorjahr aus Deutschland. Außerdem haben die deutschen Autohöfe ihren Rückstand auf die Raststätten verkürzt. Insgesamt standen 62 Autobahnraststätten in zehn Ländern im Mittelpunkt der Untersuchung.

Der idealen Anlage am nächsten kommt aus Sicht des ADAC "Vogtland Süd" an der A72 bei Plauen. Die moderne Raststätte erzielte in wichtigen Kategorien wie "Verkehrssicherheit" und "Gastronomie", aber auch bei "Shop/Kiosk" und "Service" Bestnoten. Positiv aus deutscher Sicht: Im Ländervergleich hat Deutschland die Nase ganz vorne, denn immerhin sieben der zehn mit "gut" bewerteten Raststätten befinden sich an deutschen Reiserouten. Wie der Autohof Berg an der A9 als Gesamt-Zweiter beispielhaft zeigt, sind auch die Autohöfe weiter auf einem guten Weg. In punkto Verkehrssicherheit hat Berg sogar am besten von allen 62 Anlagen abgeschnitten und sticht zudem durch hervorragende Gastronomie bei niedrigen Preisen hervor.

Im Ländervergleich ganz unten steht England, dort sind sechs von acht Rastanlagen durchgefallen. Zu bemängeln ist nicht nur das sehr hohe Preisniveau, bei vier Betrieben waren auch die hygienischen Verhältnisse katastrophal. Nicht von ungefähr kommt mit Sandbach Süd auch den Testverlierer aus England, der als einziger die Note "sehr mangelhaft" bekam.

Bei den meisten Anlagen in den anderen acht Ländern fanden die ADAC-Tester überwiegend Mittelmaß. "Manche Rastanlagen eignen sich gerade einmal zum Tanken", kritisierte Max Stich, ADAC-Vizepräsident für Tourismus. "Dabei haben die Betreiber eine Mitverantwortung für die Sicherheit auf den Autobahnen. Denn nur ein ausgeruhter Autofahrer ist auch ein sicherer Autofahrer." Besonderes Augenmerk legte der ADAC beim Test auf die Familienfreundlichkeit, da die Rastanlagen zur Hauptreisezeit hauptsächlich von Familien mit Kindern besucht werden. In dieser Kategorie liegen die deutschen Raststätten ebenfalls vorn, mehr als 40 Prozent aller geprüften Betriebe sind allerdings durchgefallen.

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