ADAC-Skandal

ADAC-Skandal: Präsident schließt Rücktritt aus

— 21.01.2014

"Ich bin der Garant für die Aufklärung"

Nach dem Manipulations-Skandal um den "Gelben Engel" schließt ADAC-Präsident Meyer einen Rücktritt aus. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet

Der ADAC ist nach den Enthüllungen ziemlich klein(laut).

(dpa/mas) Trotz der Manipulationen bei den Wahlen zum "Gelben Engel" lehnt ADAC-Präsident Peter Meyer einen Rücktritt ab. Der "Bild"-Zeitung sagte Mayer auf die Frage, ob er schon an Rücktritt gedacht habe: "Nein. Wenn der Wind von vorne kommt, muss man das auch mal aushalten können. In diesem Fall bin ich auch der Garant für die Aufklärung in der Sache."

Die Pannen des ADAC

ADAC-Zentrale in München Preisverleihung Gelber Engel Karl Obermair
Der ADAC-Präsident warnte davor, die Glaubwürdigkeit des gesamten Autoclubs infrage zu stellen. Er schloss zugleich aus, dass bei den Ergebnissen anderer Tests, beispielsweise von Autobahnraststätten oder Kindersitzen, geschummelt wurde. "Unsere Technik- und Verbraucherschutztests werden nach festgelegten, stets nachprüfbaren Kriterien durchgeführt. Teilweise sind Zertifizierungsunternehmen an diesen Tests beteiligt; insofern ist eine Manipulation dort ausgeschlossen", erklärte Meyer.

Die Staatsanwaltschaft schaltet sich ein

Der Skandal zieht unterdessen immer weitere Kreise. So kündigte VW an, vorerst keine Werbung mit der Auszeichung zu machen. Auch die Münchner Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet. Sie will prüfen, ob bei der Manipulation zur Wahl des "Gelben Engels" möglicherweise eine Straftat vorliegt. Dies teilte die Behörde laut dpa am Dienstag (21. Januar) mit. Ein Ermittlungsverfahren sei bislang aber nicht eingeleitet worden, denn momentan gebe es keinen Anfangsverdacht für eine verfolgbare Straftat.
Pressekonferenz: ADAC entschuldigt sich



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