Crashtest Kindersitz

ADAC-Studie "Kinder im Auto"

— 21.10.2008

Leichtsinn an Bord

Der ADAC hat einen kritischen Blick in 400 Autos vor Kindergärten und Schulen geworfen. Und er traute seinen Augen nicht: Viele Eltern spielen leichtfertig mit dem Leben ihrer Liebsten!

Der ADAC hat in einer ungewöhnlichen Studie ermittelt, inwieweit Eltern ihre Kinder im Fahrzeug gesichert haben. Der ADAC überprüfte 600 Kinder in 400 Fahrzeugen vor Kindergärten und Schulen in 16 deutschen Städten. Das Ergebnis: 26 Prozent der Schüler waren entweder gar nicht oder mit dem Pkw-Gurt gesichert, anstatt ordnungsgemäß den Kindersitz zu nutzen. Elf Prozent der überprüften Schüler saßen zwar im Kindersitz, waren jedoch nicht richtig angegurtet. Vor Kindergärten sah das Ergebnis besser aus: Hier waren nur sechs Prozent der Kinder gar nicht oder mit den Fahrzeuggurten gesichert, elf Prozent der Kleinkinder waren nicht korrekt im Kindersitz angeschnallt.

So soll es sein: Korrekt im Kindersitz angegurtet, sinkt das Verletzungsrisiko für Kinder erheblich.

Der ADAC stuft die sogenannten Sitzerhöher als riskant ein: Sie erfüllen zwar die gesetzlichen Vorschriften, schneiden jedoch bei Crashtests wegen mangelndem Seitenaufprallschutz schlecht ab. Als Konsequenz der Studie fodert der ADAC verschärfte Kontrollen vor Schulen und Kindergärten. Wer ein Kind im Auto mitführt und nicht vorschriftsgemäß sichert, riskiert 40 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. In Deutschland dürfen Kinder bis zum zwölften Lebensjahr und bis 150 cm Körpergröße nur mit einer geeingneten Rückhaltevorrichtung im Auto mitgenommen werden.

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