ADAC-Test Kindersitze

ADAC-Test Kindersitze ADAC-Test Kindersitze

ADAC-Test Kindersitze

— 27.01.2005

Schlechte Noten für billige Sitze

Der ADAC testete Kindersitze der unteren Preisklasse. Fünf von neun sind durchgefallen – Dummys flogen durchs Auto, weil die Gurte rissen.

Das Auto crasht gegen ein Hindernis, dabei fliegt das Kind quer durch den Innenraum. Und das trotz Kindersitz. Der banale Grund: Die Sitz- oder Schultergurte haben der Kraft nicht standgehalten, rissen oder hängten sich aus. Zum Glück war alles nur ein Test-Szenario mit Crashtest-Dummys – das allerdings jederzeit real werden könnte.

Der ADAC testete neun billige Kindersitze für verschiedene Altersklassen. Als "mangelhaft" wurde der IWH Baby Primeur (Preis 50 Euro, null bis ein Jahr) eingestuft. Dieser Sitz zeigte eklatante Schwächen nach frontalen Zusammenstößen. Der Schrittgurt des sitzeigenen Gurtsystems riß aus der Sitzschale, so daß der Dummy nicht mehr gesichert war und durchs Fahrzeug flog. Beim IWH Remi (50 bis 75 Euro, null bis vier Jahre) riß in dieser Situation die Fahrzeuggurtführung für den Schultergurt aus, der Sitz löste sich vom Fahrzeug und schleuderte samt Dummy nach vorne.

Als "ausreichend" bewerteten die ADAC-Tester unter anderem das Modell "Kids im Sitz Carry Easy" (35 bis 40 Euro, null bis ein Jahr). Die verschiedenen Möglichkeiten zur Größenanpassung würden oft zu Fehlbedienungen führen, außerdem stellten die Tester erhöhte Belastungswerte beim Seitencrash fest. Als einziges Testmodell erhielt der Uniropa Navy (40 Euro) die Note "befriedigend". Dieser Sitz für Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren hatte eine gute Gurtgeometrie und eine gute seitliche Abstützung. Trotz des alarmierenden Gesamtergebnisses böten aber auch Kindersitze mit schlechten Noten mehr Sicherheit als der bloße Gurt, erinnerte der Automobilclub.

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