ADAC testet Gebrauchtwagenhändler

ADAC testet Gebrauchtwagenhändler

— 29.03.2007

Das Geld nicht wert

Der ADAC testete 46 Gebrauchtwagenhändler. Jeder vierte fiel glatt durch. Grund: zu viele Mängel, überteuerte Autos. Alles Rosstäuscher?

Bei einem ADAC-Test zum Gebrauchtwagenkauf beim Händler ist jeder vierte Betrieb mit seinem Angebot glatt durchgefallen. Rund ein weiteres Viertel der 46 geprüften Händler kam über ein schwaches "durchschnittlich" nicht hinaus, wie der ADAC in München berichtete.

"Von den geprüften Händlern waren zwei Drittel ihr Geld nicht wert", sagte ADAC-Experte Robert Sauter. Lediglich zehn Händler erhielten ein "sehr gut". Nur ein Drittel der Fahrzeuge war mängelfrei. Unterm Strich komme auf jeden sehr guten Händler ein schwarzes Schaf, kritisierte der Automobilclub. Bei dem Projekt wurden je 23 markengebundene und freie Autohändler in den Ballungsgebieten München, Stuttgart, Köln, Hamburg, Berlin und Dresden getestet. Zwölf wurden mit "gut" und "durchschnittlich" bewertet. Drei Betriebe fielen mit "mangelhaft" und neun mit "bedenklich" durch.

Bei dem Test handele es sich um eine repräsentative Studie, erklärte ADAC-Sprecher Michael Ramstetter. Man dürfe nicht die ganze Branche verurteilen, aber der ADAC habe Händler und Käufer für das Thema Qualität sensibilisieren wollen. ADAC-Vizepräsident Günter Knopf wies darauf hin, dass bundesweit jährlich rund 6,5 Millionen Gebrauchtwagen im Wert von mehr als 36 Milliarden Euro ihren Besitzer wechselten. Wenn man die ADAC-Stichprobe auf den gesamten Markt hochrechne, bedeute dies, dass jährlich rund 900.000 Käufer von dubiosen Autohändlern über den Tisch gezogen würden. Hier geht's zum kompletten Testergebnis mit allen Gewinnern und Verlierern.

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