ADAC testet Notbremsassistenten — 13.05.2011

Automatische Bremser im Test

Der ADAC hat sechs Notbremsassistenzsysteme getestet. Ergebnis: Sie garantieren zwar nicht unbedingt den Stopp des Autos, schwächen die Stärke des Unfalls aber doch deutlich ab.

Der ADAC hat erstmals einen Test von Notbremsassistenzsystemen durchgeführt. Dabei standen die Systeme von sechs Herstellern auf dem Prüfstand. Das Ergebnis: Das Reaktionsverhalten der Probanden differiert stark. Nur einmal haben die Tester ein "sehr gut" vergeben - und zwar an den Notbremsassistent des Volvo V60. Das System der Schweden reagierte besonders gut beim Auffahren auf ein stehendes Objekt. Wenn der Fahrer nicht richtig reagiert, übernimmt es das Abbremsen des Autos. Auf diese Weise gehen Unfälle oft glimpflicher aus. Im Stadtverkehr vermag es der Bremsassistent sogar weitgehend, sie total zu verhindern. Vor der automatischen  Bremsung wird der Fahrer über einen Warnton sowie in die Windschutzscheibe projizierte LED auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Dass man sich aber auch auf ein gutes Assistenzsystemen nicht verlassen darf, hat Volvo gleich zwei Mal eindrucksvoll bewiesen. Mehr Informationen zu Volvos Brems-Patzern gibt es hier!

Überblick: News und Tests zu Volvo

Auf dem zweiten Platz landeten die Systeme von Mercedes, Audi und VW. Sie wurden vom ADAC mit einem "gut" bewertet. Sowohl das Assistenzsystem im Mercedes CLS als auch das im Audi A7 baut die Geschwindigkeit des Autos vor dem drohenden Crash sehr gut ab. Dabei bremst der Mercedes nicht nur bei fahrenden, sondern auch bei vor ihm stehenden Hindernissen ab. Allerdings kann er den Zusammenstoß nicht völlig verhindern. Das Ingolstädter System ignoriert zwar stehende Hindernisse und reagiert nur auf Bewegung, dafür punktet es aber mit dem besten Vorwarnprozess im Test. Das System im VW Passat schließlich vermag es weniger gut, die Geschwindigkeit zu drosseln, dafür wird eine Kollision bis Tempo 30 gänzlich vermieden. 

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Mit einem befriedigenden Gesamturteil landet das Notbremsassistenzsystem im BMW 530d auf dem dritten Platz. Knapp dahinter muss sich Infinit – ebenfalls mit einem "befriedigend" bedacht – einordnen. Für beide gilt, dass sie durch den automatischen Bremseingriff nur wenig Geschwindigkeit abbauen. Die Kollisionswarnung im Infiniti M37 S ist zudem zu unauffällig. Als Innovation bietet der Japaner aber ein aktives Gaspedal, welches den Fahrer bei zu dichtem Auffahren über einen Gegendruck auf die Annäherung aufmerksam macht. Dafür haben die Japaner aber als Innovation ein aktives Gaspedal zu bieten, welches den Fahrer bei zu dichtem Auffahren über einen Gegendruck auf die Annäherung aufmerksam macht. Fakt ist: Wer aufmerksam und mit genügend Abstand zum Vordermann fährt, kann Auffahrunfälle am zu verlässigsten verhindern. Trotzdem sind Notbremsassistenzsysteme eine sinnvolle Unterstützung, die der ADAC gerne im Ausstattungsprogramm eines jeden Autos sähe.

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Kommentare zum Artikel (2)

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suechtig
27.05.2011, 14:29Uhr

Sofort verbieten diesen nutzlosen Ballast!

Gibt dem typischen Neuwagen-Fahrer nur wieder eine Ausrede mehr für die inzwischen so typischen, gefährlichen Fahrmaneuver
-------------------
...und überdies einen Anreiz die eigene Sorgfaltspflicht bei der Teilnahme im Straßenverkehr zumindest oberflächlich auf eine technische Einrichtung des eigenen Fahrzeuges abzuwälzen. Aber solchen Naturen leuchtet Mercedes jetzt mit einer blauen(?) Kaffeetasse den rechten Weg aus...

Gypsy
26.05.2011, 22:20Uhr

Ach ja, und was ist mit dem Bremspatzern von Mercedes, bei dem AB mitgespielt hat? In paar Jahren fressen die Chinesen auch AB.

Seite 1

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