ADAC-Tips für den Urlaub

ADAC-Tips für den Urlaub

— 13.06.2006

Hochsaison für Kriminelle

Falsche Polizisten, zerstochene Reifen: Der Sommerurlaub bringt nicht nur Sonnenschein. Der ADAC verrät die beliebtesten Gauner-Tricks.

Jedes Jahr werden Tausende von Urlaubern Opfer von Gaunern und Betrügern. Einige der dreistesten Tricks sind dem ADAC bestens bekannt: In Frankreich zum Beispiel werden vor allem im Süden immer wieder Camper überfallen und häufig mit Betäubungsgas außer Gefecht gesetzt und anschließend ausgeraubt.

In Spanien treten vermehrt falsche Polizisten auf, die angeblich nach Drogen suchen und dabei Wertsachen im Auto stehlen oder hohe Geldbußen für vermeintliche Tempoverstöße kassieren. Beliebt ist auch der Trick von Reifenstecherbanden, die den Touristen auf Parkplätzen die Reifen aufschlitzen und dann auf die Panne hinweisen. Während einer beim Radwechsel hilft, holen die Komplizen Wertsachen aus dem Wagen. Der ADAC rät Urlaubern daher dringend, ihr Fahrzeug immer abzuschließen. Vor allem in Innenstädten sollte man auch während der Fahrt Türen und Kofferraum verriegeln.

Wertsachen dürfen nicht sichtbar im Auto liegen, sondern sollten verdeckt am Körper – beispielsweise im Brustbeutel oder Geldgürtel – getragen werden. Wenn doch einmal etwas ins Fahrzeug muß, dann nach ganz hinten in den Kofferraum, abgedeckt mit Gepäckstücken. Wird man während der Fahrt auf einen möglichen Defekt am Auto hingewiesen oder gar zum Anhalten auf dem Seitenstreifen aufgefordert, dann sollte man, sofern möglich, bis zu einer Raststätte weiterfahren.

Bei einem zerstochenen Reifen geht dies notfalls auch – sehr vorsichtig – auf der Felge. Falls man doch stoppen muß, den Wagen absperren und per Handy Hilfe rufen. Einer der Insassen sollte möglichst immer beim Fahrzeug bleiben. Was für viele Notfälle gilt, ist auch hier angebracht: Ruhe bewahren. Sind andere Verkehrsteilnehmer in der Nähe, kann man durch Hupen auf sich aufmerksam machen. Niemals den Täter reizen. Lieber in letzter Konsequenz Geld oder Auto hergeben, als sich selbst zu gefährden.

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