ADAC Tunneltest 2005

ADAC Tunneltest 2005

— 27.04.2005

Kein Licht am Ende des Tunnels

Es wird nicht besser: Jeder sechste europäische Tunnel birgt Risiken. "Erhebliche Mängel" gibt es vor allem in italienischen Röhren.

Auch sechs Jahre nach der Brandkatastrophe im Montblanc-Tunnel sind zahlreiche Röhren auf europäischen Straßen immer noch gefährlich. Der ADAC stellte bei jedem sechsten der 49 getesteten Tunnel "erhebliche Sicherheitsmängel" fest.

Drei der schlechtesten Ergebnisse gab es für italienische Tunnel, die sich erstmals am Test beteiligten. Von den fünf getesteten Röhren bekamen die in San Pellegrino, Quarto und Roccaccia auf der E45 zwischen Cesena und Rom allesamt ein "mangelhaft". Lediglich der Monte Barro am Comersee und der Piedicastello am Brenner erhielten ein "gut". Viele private italienische Tunnelbetreiber verweigerten jedoch weiter ihre Teilnahme an dem Test. Aber auch in Deutschland gibt es weiter Defizite: Mit "bedenklich" schnitt ausgerechnet der vielbefahrene Ruhrschnellweg auf der Autobahn A40 bei Essen ab.

Der ADAC und elf seiner Partnerklubs testeten Tunnel in insgesamt 14 Ländern. Die Testsieger kommen in diesem Jahr aus Luxemburg und Österreich: Mit jeweils "sehr gut" wurden der luxemburgische Markusberg und der österreichische Ottsdorf bei Michelberg bewertet. Ebenfalls ein "sehr gut" bekam der beste der sieben getesteten deutschen Tunnel: Der 1,1 Kilometer lange Kapplertunnel auf der B 31 Donaueschingen-Freiburg überzeugte die Tester laut ADAC voll und ganz. Auch der Emstunnel auf der Autobahn A31 bei Leer bekam eines der insgesamt 18 "sehr gut", die der ADAC vergab.

Autor: Michael Voß

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