Zwölf Xenon-Lampen im Test

ADAC über blendende LED-Rücklichter

— 03.03.2015

Alles nur Einbildung?

Blenden LED-Heckleuchten? Nein, sagt der ADAC: Das sei nur ein subjektiver Eindruck. Autofahrer sollten besser nicht direkt in die Lichtquelle schauen.

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'LED-Rückleuchten: Fühlen Sie sich geblendet?'

LED-Leuchtmittel werden im und am Auto immer beliebter. Allerdings gibt es auch Schattenseiten der neuen Lichttechnik: Laut ADAC fühlen sich viele Autofahrer durch die LED-Heckleuchten ihres Vordermanns empfindlich geblendet. Deshalb hat der Autoklub mit dem Lichttechnischen Institut (LTI) in Karlsruhe die Blendwirkung von Rückleuchten getestet. Das Ergebnis spricht für die LED: "Sowohl objektive Messungen als auch Versuche mit Probanden aus fünf Altergruppen in einer typischen Ampelsituation zeigen, dass LED-Leuchten nicht mehr oder weniger blenden als herkömmliche Glühlampen", berichtet der ADAC.
"Der helle Wahnsinn": Kommentar zu LED-Rückleuchten

Das gleiche Phänomen gab's mit Xenon-Scheinwerfern

Wenn LEDs auf das Auge also weder stärker noch heller als herkömmliche Leuchtmittel wirken, muss das Blendgefühl eine andere Ursache haben. "Die Beschwerden rühren hauptsächlich von der oft ungewohnten Bauart der neuen Rückleuchten her, bei denen das Licht über eine kleinere Fläche mit einer höheren Leuchtdichte austritt und somit heller erscheint", vermutet der ADAC. Außerdem veranlassten die neuen Formen der Heckleuchten dahinter fahrende Autofahrer eher dazu, direkt in die Lichtquelle zu schauen. Bereits vor 20 Jahren, als die ersten Xenon-Scheinwerfer auf den Markt kamen, sei das gleiche Phänomen zu beobachten gewesen: Auch damals seien ungewöhnliche Lichtfarben und spezielle Formen der Anziehungspunkt für das Auge gewesen, was ebenfalls zu Beschwerden geführt habe.

Xenon-Lampen im Test

Außerdem sei sowohl die objektive als auch die subjektive Blendempfindlichkeit stark altersabhängig. "Mit zunehmendem Alter trüben sich die Linsen der Augen ein, was nachts zu mehr Blendung und Lichtempfindlichkeit führen kann. Vor allem bei Autofahrern ab 60 Jahren macht sich dieses Phänomen bemerkbar."

Mercedes C-Klasse passt die Leuchtstärke an

Welches Potenzial in der LED-Technik steckt, das zeige die Mehrpegelleuchte der Mercedes C-Klasse. Sie passe ihre Leuchtintensität an die jeweilige Fahrsituation an: am Tag heller, in der Nacht schwächer. Allerdings schöpfe Mercedes dieses Potenzial noch nicht vollständig aus, kritisiert der ADAC: Denn auch die niedrigste Stufe der Mercedes-Bremsleuchten sei noch zu hell eingestellt. Der ADAC rät allen Autofahrer, nie direkt in die Leuchtquelle zu schauen. Um das Auge zu schonen, sollte der Blick rechts Richtung Fahrbahnseitenmarkierung gehen.

Xenon-Lampen im Test

Stichworte:

ADAC LED-Scheinwerfer

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