Im ADAC-Werkstättentest 2008 siegten Mercedes-Betriebe mit Abstand.

ADAC-Werkstatt-Test 2008

— 25.08.2008

Fünf Sternchen für den Stern

Die einen so, die anderen so: Der ADAC schickte Testkunden mit präparierten Autos in 75 Vertragswerkstätten und stellte himmelweite Unterschiede fest. Mit Abstand die solideste Arbeit leisteten Mechaniker von Mercedes.

Sie haben sich ihren Stern redlich verdient: Beim aktuellen ADAC-Werkstättentest schnitten Betriebe, die bei Mercedes-Benz unter Vertrag stehen, mit Abstand am Besten ab. Mit 96 von 100 möglichen Punkte erhielten sie die Note "sehr gut". An zweiter Stelle mit 91 Punkten steht BMW, Rang drei belegt mit 89 Punkten Volkswagen. Es folgen mit Seat (86 Punkte) und Skoda (83 Punkte) zwei VW-Töchter. Erst an Position 6 folgt mit Mazda ein ausländischer Importeur. Das schlechteste Ergebnis von der Punktzahl handelte sich Renault ein: 68 Punkte erhielten die Franzosen für ihre schlechten Serviceleistungen, zwei Punkte mehr bekam Fiat. Mit der vollen Punktzahl wurde nur eine Werkstatt beglückt: die Mercedes-Benz-Niederlassung in der Arnulfstraße in München. Der Vollversager war ein Nissanhändler mit 45 Punkten.


Für die Tests wurden Autos mit präparierten Mängeln in insgesamt 75 Vertragswerkstätten zur Inspektion gebracht. Hätten die Mechaniker sich an ihre Leitfäden gehalten, wären sämtliche Schwachstellen behoben worden. Dann gab es schon mal 60 von 100 möglichen Punkten. Doch je nach Betrieb schwanken die Leistungen erheblich: 47 Prozent erhielten mindestens die Note "gut", doch ein gutes Sechstel lag maximal bei "Ausreichend", mitunter sogar bei "Mangelhaft". Das Mittelfeld ist dünn: 15 Betriebe waren "Befriedigend".


Erst an fünfter Stelle liegt im Qualitätsranking mit Mazda ein ausländisches Unternehmen.

Bewertet wurde vom ADAC darüber hinaus nicht nur die Mängel-Identifikation und anschließende -Behebung, sondern auch das gewisse Drumherum, das die Fahrt zur Werkstatt für den Kunden erfreulich oder unangenehm macht. Dazu gehören bereits der Ton am Telefon, die Terminvereinbarung, die Fahrzeugabgabe und Auftragsannahme bis zum leichten bis schwierigen Verständnis der Rechnung. Daran mangelte es leider oft, was dem Autoclub einen besonderen Kommentar wert war: "Oftmals sind Rechnungsposten einfach nicht zu verstehen", heißt es im Resümee. Grundsätzlich rät der Club Autofahrern, die eine Rechnung wegen zu viel Fachchinesich oder undurchsichtiger Finanzmathematik nicht verstehen, sich die einzelnen Posten am Auto erklären zu lassen.

Autor: Roland Wildberg

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