Adria Matrix Supreme M 687 SL

ADAC-Wohnmobiltest

— 23.12.2011

Viel Platz, wenig Sicherheit

Fünf beliebte Wohnmobil-Modelle im Test: Der ADAC vergibt kein einziges Mal "sehr gut". Insbesondere bei der Sicherheitsausstattung der teilintegrierten Camper wurden Mängel festgestellt.

Fünf teilintegrierte Wohnmobile hat der ADAC getestet und dabei erhebliche Mängel bei der Sicherheit festgestellt. Zwei Fahrzeuge erreichten nur knapp die Gesamtnote "gut", drei schlossen den Test mit "befriedigend" ab. Der Testsieger ist das teuerste Modell, der Adria Matrix Supreme M 687 SL für 67.300 Euro. Die Modelle mit Hub-Bett unterm Fahrzeughimmel bieten zwar Schlafplätze für vier Personen und verbrauchen weniger Kraftstoff als Modelle mit Alkoven, doch Beifahrerairbags und ESP sind zumeist nur gegen Aufpreis erhältlich. Lediglich ein Modell ist serienmäßig mit diesen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, bei zweien ist kein ESP erhältlich.

Der ADAC bemängelt Bremswege und Motorbremswirkung

Fünf beliebte Wohnmobile hat der ADAC in seinem Test unter die Lupe genommen. Nur zwei schnitten gut ab.

Ausgerechnet beim Punkt Sicherheit erreichten drei der getesteten Modelle lediglich die Note "ausreichend", insbesondere Bremswege und Motorbremswirkung bemängelt der ADAC als verbesserungswürdig, zudem fehlten oft Gurtwarner in den Fahrzeugen. In einigen Fällen führte auch die maximale Zuladung zu Punktabzügen – so erlaubt der Letztplatzierte, der Chausson Flash 24 Top, gerade mal 386 Kilogramm Zuladung für die fünf Insassen, die er beherbergen kann. Nicht nur den höchsten Sicherheitsstandard, sondern auch die beste Bewertung beim Wohnraumstandard bietet hingegen der Testsieger Adria Matrix Supreme M 687 SL.

Der zweitplatzierte Peugeot Boxer Liberté VIP 690 überzeugt bei der Sicherheitsausstattung mit serienmäßigem ESP, das kein anderes getestetes Fahrzeug ohne Aufpreis mitbringt. Doch der Bremsweg ist beim Peugeot ebenso zu lang wie beim drittplatzierten Bürstner Ixeo Time it 650. Der Bürstner hat zudem einen recht unkomfortablen Heckschlafbereich – auch die hohe Zuladungskapazität kann diese Mängel nicht ausgleichen. Auf Platz vier landete der Knaus Sky Wave 650 MF, der trotz ESP übersteuerte und obendrein beim Bremsen patzte. Die Camper mit Hub-Betten über der Sitzecke mögen Platz und Geld sparen, doch ausgereift ist das System noch nicht, schließt der ADAC.

Mäßig geeignet für Familien

Dadurch, dass der Alkoven entfällt und das Bett stattdessen per Knopfdruck vom Fahrzeughimmel heruntergelassen wird, sind diese Wohnmobile schnittig und entsprechend sparsamer im Verbrauch – nebenbei sind sie auch in der Anschaffung preisgünstiger als vollintegrierte Modelle. Für Familien sind die teilintegrierten Camper aber leider wenig geeignet, denn das herabgelassene Bett blockiert die Sitzecke. Um schlafende Kinder unterzubringen, ist es deshalb wenig geeignet.
Hersteller/Typ Testwagenpreis Basisfahrzeug Wohnraum Zuladung ADAC-Urteil
Adria Matrix Supreme M 687 SL 67.300 Euro 2,7 1,6 3,0 2,3
Peugeot Boxer Liberté VIP 690 58.500 Euro 2,7 2,0 2,5 2,4
Bürstner Ixeo Time it 650 61.000 Euro 3,9 2,1 1,0 2,7
Knaus Sky Wave 650 MF 62.000 Euro 3,7 1,9 2,5 2,8
Chausson Flash 24 Top 48.000 Euro 3,8 1,9 4,0 3,1

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