Uber stellt Hacker ein / Autonome Taxis geplant

Ärger für Fahrdienstvermittler Uber – Update!

— 28.03.2017

Crash mit autonomem Uber-Volvo

Schreck für Uber: Ein selbstfahrender Volvo XC 90 wurde in den USA in einen Unfall verwickelt. Mittlerweile gibt der Fahrdienstvermittler aber Entwarnung.

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'Autonome Taxis von Uber ...'

(dpa/mas/lhp/cj) Nach dem Unfall eines autonomen Volvo XC 90 in den USA hat Uber seine selbstfahrenden Testautos in Arizona wieder in Betrieb genommen. Der Fahrdienstvermittler hatte seine Flotte nach dem Crash zunächst stillgelegt, um zu untersuchen, ob ein technisches Versagen des Autopiloten vorlag. Nun haben die Ermittlungen aber ergeben: An dem Zusammenstoß sei nicht der Wagen des Fahrdienst-Vermittlers, sondern der Fahrer des anderen Autos schuld gewesen. Er habe dem Uber-Auto die Vorfahrt genommen, sagte eine Sprecherin der Polizei in Tempe (US-Bundesstaat Arizona) der Finanzagentur Bloomberg. Niemand sei ernsthaft verletzt worden. Uber bestätigte, dass der Wagen zum Zeitpunkt des Unfalls im autonomen Modus unterwegs war. Der Aufprall muss einige Wucht gehabt haben: Der TV-Sender ABC veröffentlichte Fotos, auf denen zu sehen war, wie der Volvo mit Ubers Roboterwagen-Sensoren auf dem Dach auf der Seite lag. Ein Passagier war dem Unternehmen zufolge nicht an Bord, aber ein Fahrer. Uber befördert testweise auch Fahrgäste mit den Wagen, die in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) und Arizona unterwegs sind. Der Chef von Ubers Roboterwagen-Entwicklung, Anthony Levandowski, hatte Ende Februar 2017 von rund einem Dutzend selbstfahrender Autos gesprochen.

Kalifornien holt Uber-Autos von der Straße

In San Francisco durften die Uber-Volvo zwischenzeitlich nicht fahren.

Um Ubers Roboterwagen-Programm waren zuletzt mehrere Kontroversen entbrannt. In Arizona fahren die Wagen überhaupt erst, weil Kalifornien sie rausschmiss. In der Uber-Heimatstadt San Francisco hatte Levandowski im Dezember 2016 autonome Testfahrten gestartet, ohne dafür eine Erlaubnis zu beantragen. Die Lizenze besitzen über zwei Dutzend Unternehmen, darunter etablierte Autobauer, Zulieferer oder die Google-Schwesterfima Waymo. Nachdem Uber sich weigerte, eine Lizenz zu beantragen, annullierte Kalifornien die Kennzeichen der Autos. Uber musste nach Arizona ausweichen. Inzwischen gab der Fahrzeug-Vermittler klein bei und besorgte sich die Erlaubnis für Kalifornien.

So funktioniert das autonome Fahren

Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt?

Video bringt Uber in Erklärungsnot

Noch während der Fahrten in San Francisco überquerte einer der Uber-Wagen eine Fußgänger-Kreuzung auf Rot. Uber sprach damals von menschlichem Versagen. Es entstand der Eindruck, dass ein Mensch in dem Moment das Auto gesteuert habe. Später berichtete die "New York Times" aber unter Berufung auf interne Unterlagen, dass die Software die rote Ampel nicht erkannt habe und der menschliche Fehler darin bestanden habe, nicht schnell genug eingegriffen zu haben. Ein Video des Vorfalls:
News und Infos rund ums autonome Fahren

Unfälle mit selbstfahrenden Autos waren zum Beispiel auch Google und der Firma Waymo passiert, in der der Internet-Gigant die Entwicklung inzwischen gebündelt hat. Aber meist waren Menschen den vorsichtig fahrenden Roboterwagen von hinten aufgefahren. Nur einmal nahm ein Google-Auto einem Bus bei niedriger Geschwindigkeit die Vorfahrt und es gab einen Blechschaden.

Vorwurf: Uber soll Google-Technik geklaut haben

Uber steht zudem unter Druck wegen einer Klage von Waymo mit dem Vorwurf, die Wagen des Fahrzeug-Vermittlers seien mit gestohlener Technologie der Google-Roboterwagen unterwegs. Levandowski – einer der langjährigen führenden Technik-Entwickler bei Google – habe bei seinem Abgang bei dem Internet-Konzern Dateien mit Geschäftsgeheimnissen heruntergeladen, heißt es. Dazu gehöre die Technologie der Laser-Radare, mit denen die Autos ihre Umgebung abtasten. Die Uber-Technik habe Ähnlichkeiten mit den Systemen der Google-Wagen, behauptet Waymo. Uber wies die Klage als Versuch, einen Konkurrenten auszubremsen, zurück. Levandowski hatte die Laser-Radare bei Google federführend entwickelt.

Test in Göteborg: Autonomes Fahren mit Volvo

Volvo IntelliSafe Autopilot Volvo IntelliSafe Autopilot Volvo IntelliSafe Autopilot

Bekannte Hacker arbeiten für Uber

Uber steckt viel Arbeit ins autonome Fahren. Die Sparte des Fahrdienstvermittlers dafür ist nach eigenen Angaben kompetent und sogar prominent besetzt. Die beiden IT-Sicherheitsexperten, die schlagzeilenträchtig einen fahrenden Jeep gehackt haben, arbeiten für Uber. Miller und Valasek sind so etwas wie Stars unter den Hackern, die nach Sicherheitslücken in Auto-Software suchen. Bei der im Juli 2015 vorgestellten Attacke auf einen Jeep Cherokee konnten sie über das Internet nicht nur Klimaanlage, Radio oder Scheibenwischer steuern, sondern in die Steuerung des Fahrzeugs eingreifen und etwa das Gaspedal deaktivieren. Der Jeep-Hersteller Fiat Chrysler musste daraufhin die Software in rund 1,4 Millionen Autos erneuern. Es war die erste bekannte Rückrufaktion in der Autoindustrie weger der Gefahr eines Cyberangriffs.

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Autonomes Fahren Taxi Uber

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