Ärger mit dem Chef

Ärger mit dem Chef

— 10.01.2003

Schumi II: "Ich bin nicht faul!"

In der Formel 1 wunderten sich viele. Denn die Kritik an Ralf Schumacher kam vom Chef – und war knallhart. Jetzt faucht Schumi II zurück.

"Ralf weiß, dass er mehr tun muss", hatte Frank Williams gefordert. Und: "Im Gegensatz zu ihm ist Michael eine echte Arbeitsmaschine." Ist BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher (27) also zu faul für die Formel 1? BILD fragte ihn. Und erwischte Ralf, siehe da, mitten bei der Arbeit ...

"Was heißt hier faul? Blödsinn! Ich teste gerade vier Tage hier im Regen im spanischen Jerez. Rund 90 Runden am Tag. Und ab Montag sitze ich schon wieder im Auto." Warum dann diese Kritik vom Chef? Ralf Schumacher: "Okay, jeder kann sich verbessern. Das gilt auch für mich. Nur gemeinsam können wir nächste Saison Ferrari gefährlich werden. Dazu muss aber jeder seinen Teil beitragen. Nicht nur die Fahrer."

Was muss Frank Williams machen? Ralf knallhart: "Uns ein Auto bauen, das gegenüber dem Ferrari wirklich konkurrenzfähig ist. Das hat er letztes Jahr nicht geschafft. Jeder sollte also vor seiner eigenen Haustür kehren."

Tatsächlich gärt es hinter den BMW-Kulissen. Fakt ist: Seit 1997 (Weltmeister mit Jacques Villeneuve) baute der englische Williams-Rennstall kein Top-Auto mehr. Fakt ist auch: Trotz BMW-Power (stärkster Motor im Feld) landeten sie letztes Jahr nur einen Sieg – und den holte Ralf in Malaysia. BMW drohte Frank Williams sogar, einen eigenen Wagen zu bauen, wenn ihm nicht endlich ein erfolgreicher Wurf gelingt.

Am 31. Januar 2003 wird der neue BMW-Williams in Barcelona präsentiert. Ralf ist heiß: "Ich bin bereit, meinen Bruder und Ferrari zu schlagen." Aber ist sein Auto auch schnell genug? Die meiste Arbeit liegt jetzt bei Frank Williams.

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