Ärger mit Volvo-Handbremse

Ärger mit Volvo-Handbremse

— 01.12.2006

Parkst du noch, oder rollst du schon?

Drei Volvo V50 und S40 haben sich trotz angezogener Handbremse selbstständig gemacht. Jetzt schaltet sich das KBA ein.

Volvo steht offenbar Ärger ins Haus. Bei den Typen S40 und V50 kann die eingeschränkte Wirkung der Handbremse zum ungewollten Wegrollen des Fahrzeugs führen. Nach AUTO BILD-Informationen sind mindestens drei entsprechende Fälle dokumentiert. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Ob die Ursache für das Wegrollen in einem Bedienungs- oder in einem Produktfehler liegt, ist umstritten. Fest steht: Im Sommer 2006 rief Volvo weltweit 137.600 S40/V50 der Modelljahre 2004, 2005 und teilweise 2006 zur Justierung der Handbremse in die Werkstatt.

In Deutschland wurden 23.000 Fahrzeughalter angeschrieben. Dabei, so der Hersteller, handelte es sich nicht um einen offiziellen Rückruf, sondern um eine "Serviceaktion". Bedeutet: Zur Recherche betroffener Besitzer zog man nicht die Halterdaten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), sondern die eigene Kundenkartei heran. Bei der Nachbesserung wurde die Handbremse überprüft und neu eingestellt. Außerdem verschickte Volvo "spezifische Hinweise zur Bedienung der Feststellbremse". "Wir sehen keine sicherheitsrelevanten Mängel", begründete Pressesprecher Christer Gustafsson das Vorgehen gegenüber AUTO BILD. Nach Bekanntwerden eines weiteren Falls wurde Volvo Deutschland vom KBA jetzt erneut um Stellungnahme gebeten. Beim TÜV stellt ein zu großer Handbrems-Hebelweg einen "erheblichen Mangel" dar – die Plakette wird verweigert.

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