Ärmelkanal-Überquerung

Die Amphibien kommen: Rinspeed Splash Die Amphibien kommen: Rinspeed Splash

Ärmelkanal-Überquerung

— 27.07.2006

Vergnügte Wasserspiele

Dem Stau entkommen und der Hitze ein Schnippchen schlagen – skurrile Amphibien-Fahrzeuge sorgen für Abkühlung und Aufsehen. Und Rekorde.

Die Hitzwelle hat Europa fest im Griff, von Schweden bis Portugal stöhnen die Menschen unter den Temperaturen jenseits der 35 Grad. Abkühlung verspricht ein Ausflug ins erfrischende Nass von Flüssen und Seen. Dass das auch mit vier Rädern geht, beweisen skurrile Amphibien-Fahrzeuge immer wieder. Selbst größere Ausflüge ins feuchte Element sind damit kein Problem.

Bestes Beispiel dafür: die Überquerung des Ärmelkanals. Okay, das machen andere schwimmend, aber darum ging es den letzten beiden (unabhängig voneinander operierenden) Conquistadoren nicht – dem Schweizer Ingenieur Frank Rinderknecht mit seinem wohlbekannten Splash sowie dem Italiener Maurizio Zanisi mit seinem Panda Terramare 4.

Frank Rinderknecht, Gründer und Besitzer der Idenschmiede Rinspeed, griff bei der Kanalquerung auf sein bereits 2004 vorgestelltes Tragflächen-Automobil zurück. An Land wie auch im Wasser steht der Splash an der Spitze der Amphibien, beschleunigt auf festem Untergrund in 5,9 Sekunden bis 100, bringt es im Wasser auf 80 km/h. Die Kanalquerung schaffte er in 193 Minuten und 47 Sekunden.

Ein völlig anderes Prinzip der Bi-Elementaren-Nutzung verfolgt der Neuling in der Szene. Als Basis des Panda Terramare dient seinem Erbauer der Fiat Panda 4x4, der bestückt mit Schwimmkörpern, einem Jet-Antrieb und anteilig seines Daches beraubt schon so manchen See durchquert hat. Zwischen Frankreich und England allerdings konnte er in Sachen Geschwindigkeit nicht punkten, zu strömungsungünstig ist sein Konstruktionsweise. Drüben angekommen ist aber auch er problemlos.

Auf der gleichen feucht fröhlichen Welle wie Splash und Terramare 4 schwimmen auch die vom Briten Alan Gibbs entwickelten Modelle Aquada und Quadski. Die Konzepte hingegen sind grund verschieden: Während Rinspeed sein wassertaugliches Gerät dank ausfahrbarer Flügel zu einem Tragflächenboot verwandelt, bedient sich Gibbs des Weg-Klapp-Tricks. Hierbei werden die Räder nach innen geschwenkt, der Boden von Aquada und Quadski wird so zum strömungs-optimierten Bootsrumpf.

Autor: Jan Kriebel

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