Aggressivität im Straßenverkehr: Radladerfahrer dreht durch

Aggressivität: Ausraster bei Radladerfahrer

— 28.07.2014

Radlader-Rowdy randaliert in Kiesgrube

In einer Kiesgrube gefährdete ein aggressiver Radladerfahrer das Leben einer jungen Frau, als er ein Auto durchs Erdreich schob. Erst die Polizei konnte ihn stoppen.

Bis zur Motorhaube schüttete der Radlader-Rowdy den Ford Fiesta zu.

Bei einem aggressiven Radladerfahrer einer Kiesgrube im schleswig-holsteinischen Idstedt brannten in der Sommerhitze alle Sicherungen durch: Er setzte seinen Radlader als Waffe ein. Am vergangenen Mittwoch (23. Juli 2014) entdeckte der Angestellte der an der Kiesgrube ansässigen Baufirma, dass sich eine Kühlung suchende Familie auf dem Gelände aufhielt. Daraufhin schob der 44-Jährige mit dem Baufahrzeug erst alle Zufahrten zu der Kieskuhle zu und keilte dann den Ford Fiesta der Familie mit Erdreich ein.

Aggressivität im Straßenverkehr

In ihrer Not rief die Familie die Polizei. Aus dem nahen Schleswig rückten mehrere Polizisten an. Sie stellten den Mann und warfen ihm Sachbeschädigung und Nötigung vor. Dann eskalierte die Lage plötzlich: Der Radladerfahrer stieg in sein Fahrzeug, startete es und schob den Fiesta einige Meter vor sich her. Dabei wurde eine am Auto stehende junge Frau eingeklemmt und mitgeschleift. Sie erlitt Todesangst, hieß es im Polizeibericht. Erst als der Mann wendete, kam die 30-jährige Frau frei. Sie ließ sich später leicht verletzt vom Arzt behandeln. Um den Radlader-Rowdy zu stoppen, gaben die Beamten einen Warnschuss ab. Doch vergebens. Der Mann schob Sand samt Fiesta auf den Streifenwagen zu. Die Beamten stellten sich in den Weg und mussten sich durch einen beherzten Sprung retten. Erst kurz vor dem Streifenwagen stoppte der Mann den Radlader. Er schüttete die letzte freie Zufahrt zur Kiesgrube zu und flüchtete mit dem Baufahrzeug. 

Verfolgung und Festnahme

Nun mussten die Polizisten selbst zum Werkzeug greifen, um die Zufahrt freizuschaufeln und die Verfolgung aufzunehmen. Mit zur Hilfe der herbeigerufenen Verstärkung konnten die Beamten den 44-Jährigen Baufahrzeugfahrer stellen und festnehmen. Ihm droht eine Anklage wegen einer ganzen Reihe von Vergehen – zum Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gesellen sich gefährliche Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Nötigung und Sachbeschädigung.

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