Airbag

Airbag-Rückruf (USA): UPDATE

— 04.11.2014

Strafzahlungen in Millionenhöhe

Die fehlerhaften Airbags des Zulieferers Takata in den USA kosten Honda und Ferrari Millionen. Die Autobauer haben die Mängel zu spät gemeldet.

Die Rückrufe wegen fehlerhafter Airbags des japanischen Zulieferers Takata haben in den USA zumindest für zwei Unternehmen auch finanzielle Konsequenzen: Honda muss auf Anordung der Verkehrssicherheits-Behörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) am Montag (4. November 2014) 35 Millionen Euro Strafe zahlen, weil mögliche Gefährdungen wegen der fehlerhaften mit Verletzten oder gar Todesopfern nicht rechtzeitig gemeldet wurden. Bereits einige Tage zuvor wurde Ferrari zu einer Strafe von 3,5 Millionen Dollar wegen des gleichen Grundes verdonnert. Solche Ordnungsstrafen sind in den USA üblich und werden immer wieder verhängt. So musste Hyundai erst kürzlich 17,35 Millionen Dollar Strafe zahlen, weil kritische Probleme an der Bremsanlage des Oberklassemodells Genesis aus dem Jahr 2012 nicht rechtzeitig kommuniziert wurden.

Fahrzeuge in Europa sind bereits abgearbeitet

Ob auch andere von dem Airbag-Rückruf betroffene Hersteller mit Strafzahlungen rechnen müssen, ist noch nicht bekannt. Die US-Verkehrsaufsicht hatte kürzlich eine dringende Warnung wegen defekter Airbags des japanischen Zulieferers Takata veröffentlicht – Millionen Fahrzeuge von diversen Autobauern müssten in die Werkstätten. Der Rückruf betrifft 371.209 Chrysler-Modelle, 877.000 Toyota-Modelle, 5,05 Millionen Honda-Fahrzeuge sowie knapp 695.00 Nissan, 59.000 Ford,  knapp 65.000, Mazda, 627.615 BMW und gut 133.200 Wagen der Opel-Mutter General Motors. Auch Subaru (rund 17.500 Autos) und Mitsubishi (knapp 12.000 Fahrzeuge) sind betroffen. Auf Anfrage von AUTO BILD haben alle oben genannten Hersteller bestätigt, dass die betroffenen Fahrzeuge in Europa bereits abgearbeitet seien.

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