Akkupflege

Akkupflege

Akkupflege

— 26.08.2003

Bevor die Batterie verdurstet ...

Was für ein heißer Sommer! Höchste Zeit, auch mal die vertrocknende Batterie zu wässern.

Vorsicht, Knallgas!

Nächtelang nie unter 25 Grad, tagsüber glühende Sonnenhitze – und dann ständig Stau im dichten Urlaubsverkehr. Stress pur für die Batterie. Die leidet jetzt mehr als im Winter, denn hohe Temperaturen und niedriger Leistungsbedarf zehren an ihrem Wasserhaushalt.

Autozubehör und Ersatzteile finden

  • Über 7.500.000 Teile auf Lager
  • Kostenlose Rücksendung
  • Die passenden Teile
amazon


Schließlich ist der Akku ein Feuchtgebiet: Mit Wasser verdünnte Schwefelsäure dient als Elektrolyt jeder Zelle, damit die verschiedenen Ionen und Elektronen darin schön zwischen den Platten hin und her schwimmen können und kräftig Spannung machen. Doch im Sommer verschwindet das Wasser langsam aus der Säure. Das hat zwei Ursachen: Die Batterie ist meist gut geladen, und die Temperaturen sind hoch.

Eine volle Batterie jedoch beginnt schneller zu gasen – an Plus- und Minus-Platte jeder Zelle scheiden sich Wasser- und Sauerstoff ab: Knallgas! Das verduftet normalerweise durch die Batterieentlüftung, ist aber hochexplosiv, deshalb äußerste Vorsicht beim Öffnen der Zellendecke – Augenschutz tragen, Feuer und Funken vermeiden.

Wartungsfrei – bis aufs Wasser

Verstärkt wird die Knallgas-Bildung von hohen Temperaturen: Moderne Motorräume sind oft gekapselt, drinnen glühen Auspuff und womöglich noch ein Turbolader um die Wette. 100 Grad oder mehr sind keine Seltenheit, die Batterie wird förmlich leer gekocht. Verdampft das Wasser, nimmt die Säurekonzentration zu – und damit die Korrosion der Platten aus Blei und Bleioxid.

Vor allem das poröse Blei der negativen Platte kann dadurch förmlich zerfallen. Natürlich nicht im Sommer, wenn der Motor leicht anspringt – aber beim ersten strengen Frost, wenn die Batterie vollen Kaltstartstrom liefern muss. Wer sich diesen Ärger ersparen will, sollte deshalb jetzt den Flüssigkeitsstand in seiner Batterie prüfen und mit destilliertem oder entmineralisiertem Wasser (Autozubehör) ergänzen. Auch wenn "wartungsfrei" oder "wartungsarm" auf ihrem Gehäuse steht. Das bedeutet nicht, dass der Wasserverlust gleich null ist, er ist lediglich gegenüber Standardbatterien reduziert.

Aus dem Schneider ist höchstens, wer eine moderne – und teure – Blei-Kalzium-Batterie besitzt: Diese sind meist voll gekapselt und können überhaupt nicht geöffnet, also auch nicht nachgefüllt werden. Allerdings haben solche Akkus selten Durst, ihr Wasserverbrauch beträgt nur ein Viertel bis ein Achtel dessen von Standardbatterien. Aber ob ihre Entwickler solche Sommer wie diesen berücksichtigt haben?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.