Aktion: Ich fahr' fair!

Aktion: Ich fahr' fair! Aktion: Ich fahr' fair!

Aktion: Ich fahr' fair!

— 30.05.2007

Ganz normaler Wahnsinn

Drängeln, Rasen, Schneiden – der Alltag auf unseren Autobahnen. AUTO BILD fuhr einen Tag in einem Video-Wagen in München mit.

Keine zehn Meter trennen den dunklen VW-Bus von seinem Hintermann, einem roten Kompakten. Bei 149 km/h. Bei dem Tempo legen die Fahrzeuge 41 Meter pro Sekunde zurück. Muss der Bus jetzt bremsen, gibt es im besten Fall zwei Totalschäden.

Dokumentiert hat die Szene eine Zivilstreife der Polizei – ein Vergehen, das täglich tausendfach auf Autobahnen vorkommt. Ist die Bahn mal frei, beginnt der Kampf um Sekunden. Wie auf der Rennstrecke. AUTO BILD fuhr einen Tag in einem Videowagen mit: Wenn der morgendliche Berufsverkehr um München abebbt, setzen sich Lorenz Maierhofer und Tino Schmidt in ihren Dienst-Mercedes, ausgestattet mit Kameras, Videorekorder und einer Menge Mess-Elektronik.

Linksfahren: Nach dem Überholen wieder auf die rechte Spur wechseln.

Die Messung ergibt 175 km/h

Zuerst geht es auf die A8 Richtung Salzburg. Erlaubt ist Tempo 120. Immer wieder überholen andere Autos die vorschriftsmäßig fahrenden Polizisten. Keine Reaktion. "Raser verfolgen wir erst ab einer Überschreitung von mehr als 30 km/h", sagt Maierhofer. Der 49-Jährige ist seit 32 Jahren im Polizeidienst. Gemeinsam mit dem 27-jährigen Tino Schmidt überwacht er seit einem Jahr die Autobahnen um München. Plötzlich rauscht ein silberner Sportwagen an ihnen vorbei. Schmidt nimmt die Verfolgung auf. Die Messung ergibt 175 km/h. Ein deutliches, aber alltägliches Messergebnis. Der Ertappte ist uneinsichtig, will das Video nicht sehen. 100 Euro ist er los – und seinen Führerschein für einen Monat.

Nur wenig später auf der A96. Ein blauer Kombi fährt zu dicht auf. Die junge Fahrerin telefoniert. Messen können die Beamten den Abstand nicht. Einen Punkt und 40 Euro Geldbuße gibt es dennoch – für das Telefonat. "Ob es das wirklich wert war?", fragt sich Maierhofer. Die Bilanz des Tages: acht Verstöße im Punktebereich, fünf davon mit Fahrverbot. Maierhofer: "Ein durchschnittliches Ergebnis." Manchmal müssen die Beamten einen Raser auch ziehen lassen. "Die Sicherheit geht vor", sagt Schmidt. Ein vernünftiger Grundsatz, den sich die Drängler und Temposünder nicht zu eigen machen.

Sticker "Ich fahr' fair": aufkleben, losfahren, faire Erlebnisse sammeln.

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