Aktion "Rücksicht ist besser"

Aktion "Rücksicht ist besser" Aktion "Rücksicht ist besser"

Aktion "Rücksicht ist besser"

— 20.12.2005

Fit beim Thema Fairness?

Rücksicht predigen kann jeder. Aber nur wer die Regeln kennt, kann sich auch daran halten. Testen Sie Ihr Wissen.

Thema Fairness: Testen Sie Ihr Wissen!

Als AUTO BILD über die Benachteiligung schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Senioren sowie Behinderter und von der sinkenden Verkehrsmoral auf unseren Straßen berichtete, war die Resonanz auf die Geschichte "Immer auf die Kleinen" groß. Spontan gründeten das Bundesverkehrsministerium, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und zahlreiche andere Partner der Automobilindustrie zusammen mit AUTO BILD die Große Koalition für mehr Rücksicht.

Doch nicht jeder, der rücksichtsvoll sein will, weiß auch, wie das geht. Wann darf ich die Lichthupe benutzen? Wo liegen die Schwächen der Senioren? Wie sehen Kinder die Verkehrswelt? Situationen, in die wir uns erst hineinversetzen müssen. Deshalb können Sie jetzt hier Ihr Wissen testen. Zehn Fragen an Erwachsene und sieben Fragen an Kinder – wer ist wirklich fit beim Thema Fairness im Straßenverkehr?

Große Koalition für mehr Rücksicht

André Muhmood hat einen ganz besonderen Weihnachtswunsch. Der Berliner wünscht sich von Herzen, daß Deutschlands Autofahrer 2006 endlich zur Vernunft kommen. Muhmood weiß, wovon er spricht. Er ist Verkehrsrichter am Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Mit Rücksichtslosigkeit und Egoismus auf unseren Straßen hat er sich täglich auseinanderzusetzen. "Die Sitten im Straßenverkehr werden immer rauher. Das betrifft Personen aus allen Altersklassen und allen sozialen Schichten", hat der Jurist festgestellt. "Die mutieren hinter dem Lenkrad zu vollkommen anderen Menschen."

Auch deshalb bildeten das Bundesverkehrsministerium, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), der ADAC, der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) und AUTO BILD die Große Koalition für mehr Rücksicht im Straßenverkehr. Mit dem Ziel, besonders die Schwächsten zu schützen: Kinder, Senioren, Behinderte. Die Resonanz war beeindruckend. "Diese Aktion war überfällig", schrieb uns Leser Thomas Pöckentrup aus Bad Vilbel. Ein anderer Leser meinte: "Lobenswerte Aktion, aber eigentlich sollte Rücksicht selbstverständlich sein."

Auch 2006 setzt sich das starke Bündnis für mehr Fairness und Sicherheit im Straßenverkehr ein. Mit zwei Schwerpunkten: Das Programm "Kind und Verkehr" des DVR soll Eltern helfen, ihren Kindern eine sichere Teilnahme am Verkehr zu vermitteln. Und die im Frühjahr startende Kampagne "Aktion Sichere Landstraße", soll das Unfallrisiko außerorts reduzieren. Für ein sicheres und faires neues Jahr 2006.

"Aktion Sichere Landstraße" rettet Leben

Die Sicht ist schlecht. Der Gegenverkehr rauscht mit 100 km/h Zentimeter an der Fahrertür vorbei. Lkw kriechen den Berg hinauf, ziehen lange Autoschlangen hinter sich her. Und was hinter der Kuppe da oben auf einen wartet – wer weiß das schon? Das Fahren auf Landstraßen ist nicht immer eine Freude und nicht selten gefährlich. Rund zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle ereignen sich dort. Das Risiko ist doppelt so hoch wie auf anderen Straßen. Deshalb startet im Frühjahr 2006 die mehrjährige DVR-Kampagne "Aktion Sichere Landstraße", die durch das Bundesverkehrsministerium gefördert und von vielen DVR-Mitgliedern unterstützt wird.

Neben Seminaren zur Aufklärung sollen auch verkehrstechnische Maßnahmen wie hindernisfreie Seitenräume oder das Aufstellen von Betonleitwänden und Schutzplanken Unfälle vermeiden. Auch Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit durch feste Blitzanlagen und verstärkte Überwachungsmaßnahmen durch die Polizei sind vorgesehen. Die "Aktion Sichere Landstraße" soll einen Beitrag zur EU-Charta leisten. Ziel ist, die Zahl der jährlichen Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren.

Jedes Jahr verunglücken rund 50.000 Kinder im Straßenverkehr. Das Programm "Kind und Verkehr" will Eltern und anderen Bezugspersonen zeigen, wie sie den Kleinsten eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr beibringen können. Denn die Verkehrserziehung sollte so früh wie möglich beginnen. Jährlich finden 7000 Elternabende statt, auf denen 1100 geschulte Moderatoren in zwei Stunden alle Fragen zum Thema beantworten. Broschüre und Elternveranstaltungen bietet der DVR kostenlos an. Infos unter: DVR, Beueler Bahnhofsplatz 16, 53222 Bonn; Telefon 0228/ 40 00-10; per E-Mail: info@dvr.de

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