Aktion zur Rettung von Saab

— 25.02.2009

"Einfach überwältigend!"

Saab hat viele Freunde: Die schwedische GM-Tochter ist zwar insolvent - doch ein deutscher Freundeskreis hat in wenigen Tagen Tausende Saab-Fans auf der ganzen Welt mobilisiert, die garantiert Gutes im Schilde führen.
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Von Roland Wildberg  Saab darf nicht sterben: In kaum einer Woche hat sich ein riesiger Freundeskreis unter dem Dach des spontan gegründeten Vereins "Rescue Saab e.V." zusammengefunden. Ihr Ziel ist klar; an Ideen und ehrenamtlichem Engagement mangelt es dafür nicht. "Die Resonanz ist einfach überwältigend", sagt Thomas Fritsche vom Verein. Wie viel sie ausrichten können, um die vor kurzem insolvent gegangene Tochtermarke des halbtoten amerikanischen Auto-Riesen GM zu reanimieren, ist noch nicht sicher. Eins jedoch steht – wieder einmal – fest: Kaum etwas scheint die Menschen so zu begeistern wie Autos. Als die Bank Hypo Real Estate im Schuldenloch versank, als dem Porzellanhersteller Rosenthal die Luft ausging, selbst als die berühmte Modelleisenbahnfirma Märklin kürzlich pleite ging, gab es keine vergleichbare Initiative. Doch jetzt kommt Bewegung in die Menschen. Das zeigte schon die spontane Hilfsbereitschaft für den deutschen Traditionshersteller Opel vor wenigen Tagen.
513 Clubs sind schon dabei
Und nun schlägt die Stunde der Saab-Fans: "Wir hatten nur nachgefragt, wer die Website ins Schwedische übersetzen kann – und erhielten in kurzer Zeit 60 Hilfsangebote", sagt Thomas Fritsche von "Rescue Saab". Es gab auch schon Bewerbungen für Suaheli, Chinesisch und den ostafrikanischen Dialekt Kikuyu. Mehr als 8300 Saab-Freunde haben sich bei dem Verein bereits registrieren lassen. Dazu gehören 359 Mitarbeiter von Saab, 513 Clubs, 208 Händler und 3569 bekennende Fahrer der schwedischen Marke. Die Website haben sich bereits mehr als 250.000 Besucher angeschaut.
Sogar Geldspenden angeboten
In Kürze wollen Fritsche und seine Mitstreiter den nächsten Schritt machen: Sie werden prominente Saab-Fahrer um ein Statement zu ihrer Lieblingsmarke bitten, das sie anschließend veröffentlichen. So will sich die Initiative weiter Gehör verschaffen. "Es wurden uns sogar schon Geldspenden angeboten", so Fritsche. Doch ein Schritt nach dem anderen: Erst soll die Community weiter wachsen, bis sie zur Tat schreitet. Die kann am Ende natürlich nur lauten: Rettet Saab!
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