Klimabotschafter Al Gore fuhr in einem nagelneuen Audi A6 2.0.

Al Gore fährt Audi

— 17.10.2008

Diesmal ganz bequem

Der Klimaschützer und ehemalige US-Vizepräsident Al Gore fährt Audi A6 TDI. Grund: Es sei der verbrauchsärmste Wagen seiner Klasse, der mit dem neuen Kraftstoff GTL von Shell fahren kann.

Während des Besuchs des Klima-Botschafters Al Gore in den Niederlanden vom 14. bis 15. Oktober 2008 war Audi exklusiver Mobilitätspartner. Das Transportmittel symbolisierte den Appell Gores an die Weltbevölkerung und ihre Regierungen: ein brandneuer A6 2.0 TDI kam als "sauberstes Fahrzeug seiner Größenordnung" zum Einsatz. "Eine unbequeme Wahrheit" – unter diesem Titel veröffentlichte Al Gore gemeinsam mit anderen Aktivisten 2006 einen Dokumentarfilm als aufrüttelndes Plädoyer für den Klimaschutz, der ihm den Oscar einbrachte. Einst nur als gescheiterter Präsidentschaftkandidat gegen den Republikaner George W. Bush zu traurigem Ruhm gelangt, erwarb sich Gore mit dieser Publikation den Ehrentitel eines Weltgewissens für Umwelt und Natur.

20 Prozent sauberer als die Konkurrenz

Seitdem ist er ununterbrochen rund um die Erde auf Reisen, um für den Planeten zu werben. Da braucht man natürlich ein gutes Auto. Sicher nicht irgendeins, denn Autos und Klimaschutz sind gerade für die moralische Galionsfigur der Umweltbewegung ein heikles Thema. So passt es, dass Gore für seine Vortragsreise in den Niederlanden am 14. Oktober einen Audi A6 2.0 TDI nutzte – das laut Hersteller mit Abstand verbrauchs- und schadstoffärmste Auto seiner Klasse. Das Fahrzeug für den Vortragsreisenden konsumiert bei einer Leistung von 136 PS 5,3 Liter Diesel, was einem CO2-Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer entspricht. Damit liege das Oberklasse-Auto rund 20 Prozent unter den Modellen der Konkurrenz. Als Maximaltempo gibt Audi 208 km/h an – dabei dürfte der Verbrauch allerdings etwas höher liegen.

GTL reduziert Verbrauch um fünf Prozent

Zusätzliches Spar- und Öko-Potenzial verschaffte ihm der Kraftstoff: Der Gore-A6 wurde mit dem synthetischen Sprit GTL betankt. Shell hat dieses Derivat aus Erdgas entwickelt; er reduziert den Kraftstoffverbrauch um fünf Prozent und senkt den Ausstoß an Stickoxiden um ein Drittel. Das hochgiftige Kohlenmonoxid wird sogar um 93 Prozent reduziert, Schwefeloxide werden überhaupt nicht emittiert. Die Abkürzung GTL steht für "Gas To Liquid" (Gas wird zu Flüssigem). Shell stellte den Kunst-Stoff, der in seinen Eigenschaften Diesel ähnelt, bereits im Frühjahr 2008 auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos vor. Sämtliche Audi-Dieselmotoren können ohne Modifikation damit betankt werden.

Autor: Roland Wildberg

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