Alfa 147 GTA von Alexander Wöhr

Alfa 147 GTA von Alexander Wöhr Alfa 147 GTA von Alexander Wöhr

Alfa 147 GTA von Alexander Wöhr

— 04.05.2006

Diplomat

Von Italien über Deutschland nach Tunesien und wieder zurück. Dieser Alfa hat ein aufregendes Leben hinter sich. Alexander Wöhr dopte ein ehemaliges Diplomatenauto zum Publikumsmagneten.

Verliebt in ein Diplomaten-Geschoß

Im Internet gesehen und sofort verliebt! So fängt die Beziehungsgeschichte zwischen Alex und seinem Alfa 147 GTA an. Da störte auch der Sand nicht, der im Innenraum verstreut war und wochenlang aus den Lüftungsdüsen geputzt werden mußte. Doch woher kam er? Ein bißchen wunderte sich der Diplom-Ingenieur für Mechatronik schon über das Kennzeichen mit den arabischen Schriftzeichen und den bereits genannten Sand, als er den Wagen in Bayern abholte. Die Lösung: Der GTA war der Wagen eines deutschen Diplomaten in Tunesien. Geniale Vorgeschichte. Das kann nicht jeder von seinem Auto behaupten!

Leicht getunt war der Italiener schon, doch das sollte Alex nicht reichen. Er zerpflückte den Alfa komplett und begann seine ganz eigenen Ideen zu verwirklichen. Als erstes wurden die georderten FM-Evoluzione-Schweller gecleant. Das Frontteil bekam zusätzlich eine Öffnung. An der sollte später ein Schlauch hängen, der den offenen Luftfilter mit kalter Luft versorgt. Die Seitenschweller waren von Alfa so schön designt, daß sie am Wagen bleiben durften. Nur mit der Karosserie wurden diese nahtlos verbunden.

Weitaus tiefgründiger wurden dagegen die Radläufe bearbeitet. Für die 8,5x19-Zoll-BBS-Räder mit ihren 20-Millimeter-Spurplatten mußten sie in die Breite wachsen. Dazu wurden sie um zehn und 15 Millimeter geweitet. Ihre Originaloptik sollten sie aber nicht verlieren. Daher wurde alles wieder dementsprechend aufgezinnt.

Der zeigt sich von der cleanen Seite

Die Motorhaube verlor, genau wie der Rest der Karosserie, ihre Embleme. Dafür gesellten sich ein böser Blick in Blech und zwei Luftöffnungen dazu. Zusätzlich verzinnte der Eibensbacher die Dachsicken, entfernte den Heckscheibenwischer und ersetzte den Tankdeckel durch ein Alu-Teil vom Audi TT.

Zu guter Letzt wurden die derzeit beliebten LSD-Türmechanismen verbaut. So kann Alex seine Türen nach oben öffnen. Wie es sich eben für einen guten Sportwagen gehört. Die A-Säule verlor im gleichen Atemzug alle unnötigen Löcher und zeigt sich seitdem von ihrer cleanen Seite. Damit das Heck noch sportlicher daherkommt, wurde auf dem Dach ein Autodelta-Dachflügel verbaut – und eine BMW-GPS-Antenne. Eine Etage tiefer schauen die vier Rohre der Novitec-Edelstahl-Anlage durch den Diffusor des Spoilers.

Wenn der Alfa-Fan mit seinem 3,2-Liter-V6 und den 250 Pferden spielt, will er nicht leichtsinnig bis an die Grenze gehen. Für einen kurzen Bremsweg sorgen bei Bedarf die sechs Kolben der Movit-Bremsanlage, die in die 370 Millimeter großen gelochten Scheiben beißen.

Die Facts zu Alex' Alfa

Im Innenraum bürgen Schroth-Gurte in Verbindung mit Recaro Pole-Position-Sitzen und poliertem Überrollbügel für passive Sicherheit. Der Rest des Interieurs ist eher showtauglich als sportlich ausgestattet. Der Himmel, die Sitze und viele andere Teile wurden in der Kombination schwarzes Leder/silbernes Alcantara aufgewertet.

Wo ehemals Personen und Gepäck Platz fanden, macht sich jetzt der edle HiFi-Ausbau breit. Stylisch angeordnet sitzen Woofer und Endstufen auf ihren GFK-Sockeln. Drei in Alcantara gefaßte Elkos speichern dabei den benötigten Strom. Weil sich Alex bei der Lackierung nicht zwischen den original Alfa-Farben Rot und Anthrazit entscheiden konnte, wählte er einfach die diplomatische Lösung: Bicolor!

Autor: Sebastian Schulz

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