Alfa 156 GTA

Alfa 156 GTA Alfa 156 GTA

Alfa 156 GTA

— 20.03.2002

Eine ganz schön scharfe Sache

Schön war der Alfa 156 schon immer. Doch jetzt wird er auch richtig scharf: Das Kürzel GTA sorgt nicht nur unter der Haube für gepfefferte Würze.

Erinnerung an Rennsport-Ära

GTA, GTA - da war doch was. Richtig: Die drei Buchstaben zierten in den 60er und 70er Jahren das Coupé von Alfa. Wobei GT keiner Erklärung bedarf - und das A für "alleggerita" stand, zu Deutsch: erleichtert.

Sportliche Autos brauchten damals noch keinen Luxus. Die Rennabteilung Autodelta beschränkte sich auf das, was ein Auto schnell macht: Leistung und Fahrwerk. Und gewann mit der legendären Giulia Sprint GTA unter anderem in den Jahren 1966, 1967 und 1968 gleich dreimal hintereinander die Tourenwagen-Europameisterschaft.

Mit dem neuen Topmodell der 156-Baureihe wollen die Italiener jetzt an ihre glorreiche Rennsport-Vergangenheit erinnern. Und konzipierten ein Auto, das es faustdick unter der Haube hat: einen bildschönen 3,2-Liter-Sechszylinder nämlich, der stramme 250 PS leistet und gleichzeitig gut bei Stimme ist. Vom heiseren Röcheln bis zum aggressiven Trompeten reicht die Klangskala und liefert damit die passende Begleitmusik zu einem Fahrerlebnis der ganz besonderen Art.

Denn nur mehr Power war den Italienern nicht genug. Entwicklungschef Paolo Massai hatte noch ein anderes Ziel: "Wir wollten nicht nur die Leistung, sondern auch die Fahreindrücke eines Rennwagens vermitteln." Streng genommen hätte das eine Umrüstung auf Heckantrieb erfordert, was aber zu teuer war. Stattdessen wurde das Frontantriebs-Fahrwerk drastisch modifiziert.

Höchst sportliches Fahrverhalten

Der GTA liegt viel tiefer auf der Straße als seine zahmeren Verwandten, erhielt andere Anlenkpunkte, um die Spur- und Sturzkonstanz der Räder zu erhöhen, und eine Lenkung, die von Anschlag zu Anschlag nur 1,7 Umdrehungen am Lenkrad erfordert.

Was in der Summe zu einem Fahrverhalten führt, das in der Tat höchst sportlich, für weniger versierte Fahrer jedoch gewöhnungsbedürftig ist: Wer in flott angegangenen Kurven vom Gas geht, muss mit einem schlagartigen Ausbrechen des Hecks rechnen. Dieses durch gezieltes Gasgeben wieder einzufangen erfordert schon eine gewisse Portion Kaltblütigkeit. Da ist es gut zu wissen, dass beim Betätigen des Bremspedals eine Vier-Kolben-Anlage von Brembo für derartige Verzögerung sorgt, dass die Geraden zwischen den Kurven deutlich länger werden.

Weniger gut klingen die ersten Hochrechnungen von der Preisfront: Künftige Eigner eines GTA, den es auch in der Kombiversion namens Sportwagon gibt, dürfen mit Preisen ab 38.400 Euro rechnen. Schade auch, dass der GTA stramme 90 Kilo mehr wiegt als der normale 156 mit sechs Zylindern und das "A" somit offenbar eine andere Bedeutung hat. Wir tippen auf "Arrabbiata", was man frei mit "ziemlich scharf" übersetzen könnte.

Technische Daten V-Sechszylinder mit vier Ventilen pro Zylinder, vorn quer • Hubraum 3179 cm3 • Leistung 184 kW (250 PS) bei 6400/min • maximales Drehmoment 300 Nm bei 4800/min • Sechsganggetriebe, Frontantrieb • Reifen 225/45 ZR 17 auf Rädern 7,5 Jx17 • LxBxH 4430 x 1765 x 1411 mm • Leergewicht 1410 kg • Zuladung 500 kg • Kofferraumvolumen 378 l • Tankinhalt 63 l • Beschleunigung 0-100 km/h in 6,3 s • Höchstgeschwindigkeit 250 km/h • vo. innenbelüftete Scheibenbremsen 305 mm, hi. Scheibenbremsen 276 mm • Verbrauch 12,3 l Super/100 km • Preis ca. 38.400 Euro

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