Alfa Romeo 147 TS von Matthias Scheid

Alfa Romeo 147 TS von Matthias Scheid Alfa Romeo 147 TS von Matthias Scheid

Alfa Romeo 147 TS von Matthias Scheid

— 13.09.2005

Bello Scudetto

Kein Auto hält seine Nase eleganter in den Wind als ein Alfa Romeo. Der Alfa 147 von Matthias verbindet ein außergewöhnlich rassiges Design mit einer exorbitanten Lackierung.

Ein Alfa gibt viel, ein Alfa nimmt viel

Italienisches Fahrzeug, italienische Felgen, italienische Farben, italienische Anbauteile. Ist wirklich alles italienisch an dem vier Jahre alten Alfa? Ausgerechnet der nachträglich verchromte Wappengrill "Scudetto" wurde aus der Schweiz importiert, doch ansonsten gab Matthias ausschließlich Anbauteilen aus des Alfas Heimatland den Vorzug.

Musile di Piave, in der Nähe von Jesolo, ist vielen Urlaubern ein Begriff. In dieser Stadt fertigen die Brüder Sergio & Gilberto Cadamuro seit 1975 Karosseriebausätze, an denen auch Matthias Gefallen gefunden hat. Der guten Paßform stehen meist lange Lieferzeiten gegenüber. In unserem Fall dauerte die Anlieferung des Anbausatzes samt Schürzen und Schweller drei Monate.

Hinter der Entscheidung für Alfa Romeo stehen meist die sportliche Performance und die rassige Optik. Serie ist Matthias nicht tief genug, und vor allem bleibt zuviel ungenutzter Raum in den Radkästen. Große 8x18 Zoll O.Z. Chrono Evolution in Kombination mit dem exakt abgestimmten KW-Gewindefahrwerk verleihen dem 147er eine mit der Lackierung harmonierende Haltung.

"Ein Alfa gibt viel und ein Alfa nimmt viel." Die Worte des Besitzers beziehen sich auf den verdammt gut rennenden 1,6-Liter-Motor, der Luft durch einen BMC-Filter saugt. Das Nehmen offenbart sich an der Tankstelle, denn bei flotter Fahrt rauschen über 13 Liter auf 100 Kilometer durch die Einspritzanlage. "Ansonsten ist mein Alfa Romeo ein perfektes Auto", behauptet Matthias und fügt schnell hinzu, daß man über ein paar kleine Macken hinwegsehen müsse. Ein Schönheitsfehler seien die ständig anlaufenden Frontscheinwerfer, doch ansonsten habe sich der 147 als problemloses Alltagsauto erwiesen.

Feinstes Pinstriping mit Lambo-Lacken

Es gibt zwei hervorragende Lackierer in Freiberg. Einer der beiden kreierte und lackierte das aufsehenerregende Design – mehr will Matthias nicht verraten. Dafür erfahren wir, daß die zwei verschiedenen Lacke von Lamborghini stammen. Nach mehreren Stunden Farbkartenwälzen fiel die Entscheidung für Blau und Gold, unterstrichen mit Tribal-ähnlichen Pfeilen.

Den größten Aufwand verursachte das Pinstriping, ein von US-Cars her bekannter, freihändiger Pinselstrich. Die Linien wurden nicht in einem Zug durchgemalt, sondern ständig neu angesetzt, um den freihändigen Stil weiter zu betonen. Das Gemälde verfehlt bei Autotreffen seine Wirkung nicht und sorgt grundsätzlich für entsprechende Traubenbildung. Der serienmäßige Innenraum fiel den Abenden des letzten Winters zum Opfer. Dem ausgeräumten Interieur wurde ein Besuch beim Sattler gestattet, der Oberflächen mit hochwertigem Leder, in Blau und Beige abgesetzt, schmückte.

Bei der Konfektion für den Innenraum fanden Sparco-Vollschalensitze den Weg in die erste Reihe. Glücklicherweise erwiesen sich die Konsolen des Alfa als kompatibel mit den Motorsport-Sitzen. Zum Zeitpunkt des Fototermins hatte der Heckraum seinen finalen Stand noch nicht ganz erreicht. Zwar wurden alle Car-Hi-Fi-Module bereits mit Saft versorgt, nur mit einer anständigen Verkleidung der schwarzen Landschaft konnte man noch nicht aufwarten.

Autor: Michael Kolb

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