Alfa Romeo 4C Spider Test: Fahrbericht, technische Daten, Preis

Alfa Romeo 4C Spider: Fahrbericht

— 19.05.2015

Erster Ausflug mit dem 4C Spider

Alfa Romeo lässt den 4C jetzt auch als Spider über die Straßen wirbeln. Erste Ausfahrt 240 PS starken und nur 1000 Kilogramm leichten Zweisitzer.

Video: Alfa 4C Spider

Erste Fahrt im 4C Spider

Der Alfa Romeo 4C streift sich das Dach ab. Ab sofort lässt sich der 4C auch als Spider ordern. In der offenen Version ist der Fahrgenuss des Zweisitzers nun noch intensiver. Im Heck arbeitet der aus dem Coupé bekannte 1750er-Turbo. Dank des kraftvollen Vierzylinders schafft es auch der offene 4C in knapp fünf Sekunden auf Tempo 100. Wer nun bestellen will, der sei gewarnt: Auf den jetzt 62.200 Euro teuren Zweisitzer warten Kunden gut 18 Monate. Für den Spider verlangt Alfa Romeo mindestens 72.000 Euro.
Lieben heißt auch Leiden: Alfa Romeo 4C im Test

Der offene 4C bringt nur 42 zusätzliche Kilos auf die Waage

Das Verdeck wird wie eine Strandmatte zusammengerollt und im Kofferraum verstaut. Dort passt dann nur noch eine Reisetasche hinein.

Für den Offenen hat Alfa das Carbon-Monocoque um 42 Kilogramm zusätzlich versteift, sodass der Spider fahrfertig knapp über eine Tonne wiegt. Das mit Rippen verstärkte Stoffdach wird an sechs Clips entriegelt, dann zusammengerollt wie eine Strandmatte und im Kofferraum hinterm Motor verstaut. Bis auf das Raddesign und die Sonderfarbe Gelb entspricht der Spider dem Coupé. Schauen wir kurz in den technischen Steckbrief: 240 PS starker Mittelmotor, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Lenkung ohne Servo, der Innenraum nackt und eng.

4C/Cayman GTS: Vergleich

Alfa Romeo 4C Porsche Cayman GTS Alfa Romeo 4C Porsche Cayman GTS Alfa Romeo 4C Porsche Cayman GTS

Knappe Kiste: Viel Platz darf man im Innenraum des Alfa Romeo 4C Spider nicht erwarten.

In den Außenspiegeln gähnen die großen Luftschlünde, der Vierzylinder erwacht mit einem Gashusten, das er selbst im Automatikmodus bei jedem Gangwechsel wiederholt. Das Lenkrad steht zu tief, Lange müssen sich in die engen Sitzschalen hinein pressen. Über Lenkradwippen flippern die Finger die Gänge hinein, der Wind fegt durch die Frisur bis tief hinein in die letzte Hirnwindung. Alle Zweifel, dieser Targa könnte kein echtes Cabrio sein, sind spätestens bei 120 km/h weggeblasen. Es stürmt aus allen Richtungen, vor allem von hinten. Die kleine Glasscheibe vor dem Motor ist kein Windschott, sondern eher Windfang.

Ab 200 km/h wird die Vorderachse leicht

Schnelles Reisen beherrschen Z4, Boxster und Co besser. Doch den temperamentvollsten Auftritt legt der Alfa Romeo 4C Spider hin.

Die theoretischen 258 km/h Spitze erreichen nur wagemutige Selbstbeweiser, weil der Alfa spätestens ab 200 Sachen an der Vorderachse leicht wird. Mit seinem kurzen Radstand und den breiten Reifen hüpft er in jede Rille und jede Spur hinein. Das reine Schnellfahren beherrschen Porsche Boxster oder BMW Z4 besser, vor allem komfortabler. Doch beim exklusiven, exaltierten Auftritt hängt der Alfa die Deutschen gnadenlos ab. Die LED-Scheinwerfer und sanftere Stoßdämpfer hat er nun serienmäßig, die Kunden können gratis den Tempomaten und Parksensoren dazu bestellen. So sportlich puristisch scheinen die wenige Liebhaber gar nicht zu sein. Doch egal, ob sie 19-Zoll-Räder, Sportauspuff oder Lederpaket gegen Aufpreis dazu bestellen, auch der Spider hat 18 Monate Wartezeit. Dann erwärmt der 4C eben den Winter 2016.

Alfa Romeo 4C Spider Test: Fahrbericht, technische Daten, Preis

Joachim Staat

Joachim Staat

Fazit

Ein Alfa Spider ist der offene 4C nur dem Namen nach: zu sportlich, zu exklusiv und teuer ist dieses Sammlerstück, das zumindest zeigt: Alfa kennt seine sportlichen Kernwerte. Die Marke lebt. Und wir warten auf den Spider für alle.

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