Alfa Romeo und Audi

Tuning von A bis Z (Teil 1) Tuning von A bis Z (Teil 1)

Alfa Romeo und Audi

— 18.12.2002

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 1)

Getunte Fahrzeuge werden immer beliebter. Die etablierten Hersteller widmen sich deshalb auch ihrer sportlichen Klientel.

Alfa Romeo 147 GTA: kraftvoll, kompakt

Alfa präsentiert ab Februar 2003 einen echten Sportler: Den 147 GTA – klein, kompakt und sehr kräftig.Das adrette Äußere des 147 steckt in einem scharfen Sportler-Dress: mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, verbreiterten Kotflügeln, neuer Front- und Heckschürze sowie einem dezenten Dachspoiler. Die inneren Werte passen zum Äußeren. Dem 147 GTA wurde das 250 PS starke Sportherz des größeren Bruders 156 GTA eingepflanzt.

Damit braucht das italienische Kraftpaket für den Sprint von null auf hundert nur 6,3 Sekunden. In engen Kurven scharrt er mit den Hufen. Trotz Antriebsschlupfregelung überfordern 250 PS den Frontantrieb. Die Sportsitze saugen den Körper an, ihre verstärkten Seitenwangen geben perfekten Halt. Der Tacho reicht bis 300 km/h – keiner übertreibt so sympathisch wie der Italiener. Aber auch so ist die Höchstgeschwindigkeit des weltweit stärksten Kompakten beeindruckend: 246 km/h.

Alfa Romeo 156 GTA: Sport mit Emotionen

Dem Nachwuchs zuliebe haben Sie eben erst Ihren Sportwagen verkauft? Die eingenommenen Euro können Sie schnell wieder anlegen. Und zwar gewinnbringend fürs Ego. Etwa in den Alfa 156 GTA. Der hat nämlich viel Platz für die Kleinen. Und vier Türen. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen normalen 156 zu handeln. 225er-Breitreifen, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und Rundum-Verspoilerung zeugen aber von seinen sportlichen Genen.

Für zügiges Vorankommen sorgt der 3,0-Liter-V-Sechszylinder mit 250 temperamentvollen Pferdestärken. Die brüllen durch zwei verchromte Endrohre in die Umwelt. Alfa-typisch kernig und heiser. Nach 6,8 Sekunden durchbricht der 156 GTA fauchend die 100er-Marke. Der Alfa liegt straff auf dem Asphalt. Grund: die verringerte Wagenhöhe sowie modifizierte Stoßdämpfer und Stabilisatoren. Doch auch mit dieser Fahrwerksauslegung ist der 156 GTA langstreckentauglich.

Audi S3: klein, aber knackig

Sportliches Styling ziert den kleinsten unter den leistungsstarken Ingolstädtern. Seine Kurven sind kraftvoll geschwungen. Die bullige Front weckt ebenso wie das ansprechende Heck mit Doppelrohr-Sportauspuff Erwartungen. Der Audi S3 vereint Dynamik und Eleganz. Er scheint wuchtiger als die Geschwister aus der A3-Serie. Für diesen Auftritt sorgen verbreiterte Radhäuser mit genügend Platz für die formschönen 17-Zoll-Leichtmetallräder.

Ein turbogeladener Vierzylinder macht dem Audi Dampf. Damit schöpft er 225 PS aus 1,8 Liter Hubraum. Ein beachtliches Drehmoment von 280 Newtonmeter drückt den Fahrer in die serienmäßigen Recaro-Sportsitze. In 6,6 Sekunden sprintet der S3 von Tempo null auf 100. Bei 243 km/h ist der Vortrieb beendet. Seine straffe Federung sorgt für Fahrvergnügen auf kurvenreichen Landstraßen. Auf Schnee und bei Nässe sorgt der Allradantrieb für Traktion.

Audi S4: Dampf aus 8 Zylindern

Ein Achtzylinder in der Mittelklasse? Das gibt es ab Frühjahr 2003 bei Audi. Die Ingolstädter legten beim neuen S4 keine falsche Bescheidenheit an den Tag und haben dabei in die Vollen gegriffen: in das Motorenregal der größeren Brüder nämlich. Dort verrichtet schon seit einigen Jahren ein bärenstarker Achtzylinder-Saugmotor mit 4,2 Liter Hubraum seinen Dienst, der jetzt eben auch den S4 beflügelt. In leicht modifizierter Form leistet der V8 stolze 344 PS.

Also ein PS mehr als ein vergleichbarer BMW M3 – rein zufällig versteht sich. Damit der mit Sechsganggetriebe versehene Dampfhammer auch in den versprochenen 5,6 Sekunden Tempo 100 erreichen kann, wurde ihm ab Werk der Audi-eigene quattro-Antrieb mit auf den Weg gegeben. Das optische Understatement des um 20 Millimeter tieferen S4 kann man noch auf die Spitze treiben, wenn man sich für die praktischere Kombivariante Avant entscheidet.

Audi S6: schneller reisen

Der gleiche Achtzylinder wie im Audi S4 sorgt auch im S6 für Vortrieb. Dass sich dieser nicht ganz so fulminant in Szene setzt, liegt aber nicht an den vier Minder-PS im Vergleich zum S4. Vielmehr muss der größere Bruder mehr Gewicht mitschleppen und wird ausschließlich mit Tiptronic-Getriebe ausgeliefert. Freilich ist eine Beschleunigung von 6,7 Sekunden auf Tempo 100 alles andere als fad, die auf 250 km/h gedrosselte Höchstgeschwindigkeit ebenso wenig.

Mit 420 Nm bei 3400 Umdrehungen werden die Passagiere in die Recaro-Sitze gedrückt. Zum Preis von 67.300 Euro für die Limousine und 69.400 Euro für den Avant bekommt man ein fahrdynamisch ausgereiftes, aber keineswegs vollständig ausgestattetes Fahrzeug. So kostet zum Beispiel auch bei diesem Modell ein Deaktivierungsschalter für den Beifahrerairbag 80 Euro, ein Tempomat 305 sowie ein einfaches Radio 510 Euro extra.

Audi RS6: Traum mit Bi-Turbo

Familienväter haben wieder schlaflose Nächte. Grund: Träume vom Audi RS6. Dieses Auto – wahlweise als Limousine oder Kombi – ist ein Riese. In Sachen Leistung, Hubraum und vor allem beim Platz. Der RS6 protzt aber nicht damit. Understatement ist angesagt. Der Ingolstädter wird von einem V8-Bi-Turbo befeuert. Aus 4,2 Litern kitzelt er monströse 450 PS und 560 Newtonmeter Drehmoment.

Dürfen’s noch ein paar Fahrleistungen sein? 4,7 Sekunden bis Tempo hundert, auf zweihundert geht’s in 17,8. Selbst bei diesem Tempo merkt man noch mächtig Schub. Solche Werte findet man normalerweise in den Datenblättern von Supersportwagen. Aber bei braven Kombis oder Familienlimousinen? Die Kraft des büffelstarken Achtzylinders lässt sich erstaunlich unspektakulär einsetzen. Selbst auf nassem Untergrund macht der quattro-Allradantrieb den RS6 zum Sprintmeister. Manko: der hohe Benzinverbrauch.

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