Hagelscanner von der Allianz

Allianz nutzt Hagelscanner

— 21.05.2015

Beulensuche leicht gemacht

Die Allianz setzt bei der Begutachtung von Hagelschäden auf ein neues Hightech-Gerät: einen Hagelscanner. Das Prozedere soll nur zehn Minuten dauern und sofort ein Ergebnis liefern.

Das Unwetter kam überraschend und hinterließ einen Millionenschaden. Eine Folge des heftigen Hagelschauers Mitte Mai 2015 über Freiburg im Breisgau: unzählige Beulen an Tausenden Fahrzeugen. Viel zu tun also für die betroffenen Autofahrer und Versicherer. Die Allianz baut zur Schadensregulierung dabei erstmals auf ein neues Hightech-Gerät: einen Hagelscanner. Er soll an einer sogenannten Sammelbesichtigungsstelle die Gutachter unterstützen und das Verfahren vereinfachen, präzisieren und beschleunigen.

Allein 2013 kosteten Hagel, Sturm, Blitzeinschlag und Überschwemmungen die deutschen Versicherer rund 1,5 Milliarden Euro.

Offiziell trägt das Gerät den sperrigen Namen "Mobiles Identifikationssystem für Kraftfahrzeugoberflächenfehler", abgekürzt "MIKo". Es stammt von der Bochumer Firma Adomea, einem Hersteller für Messsysteme und -dienstleistungen. "Es sieht ein bisschen aus wie eine Waschstraße und liefert innerhalb von zehn Minuten ein detailliertes Ergebnis", sagte Allianz-Sprecher Christian Weishuber autobild.de. Der Hagelscanner vermisst optisch die Auto-Oberfläche mit diversen Kameras. Dabei werden Anzahl und Größe der Dellen festgestellt, das langwierige Beulenzählen durch einen Gutachter entfällt. In der Scanner-Software sind die Fahrzeugkonturen hinterlegt, so können die Dellen dem beschädigten Bauteil des Fahrzeuges zugeordnet werden.

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Auf Wunsch sofortige Überweisung nach Scan

Laut Herstellerbeschreibung werden mit der Streifenreflexionstechnik auch kleinste Oberflächenfehler erkannt. Die Allianz hat einen der zwei in Deutschland existierenden Hagelscannern geleast. Über die Kosten machte das Versicherungsunternehmen keine Angaben. Allein in Freiburg wurden zur Premiere rund 3000 Kunden nach dem schweren Unwetter ein Termin für die Sammelbesichtigungsstelle zugeschickt. Sie alle erhalten direkt nach dem Scan eine Schadenskalkulation, deren Betrag auf Wunsch direkt per Onlineüberweisung ausgezahlt wird, wie Allianz-Sprecher Weishuber erklärte.

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