Allianz Scania-MAN-VW

Allianz Scania-MAN-VW

— 08.03.2007

Schweres Geschäft

Volkswagen erhöht seine Beteiligung an Lkw-Bauer Scania. Die Wolfsburger besitzen jetzt 20 Prozent der Aktien und hoffen auf eine Dreierfusion mit MAN.

/dpa Im Poker um einen neuen europäischen Nutzfahrzeug-Riesen hat Volkswagen seinen Einfluss weiter ausgebaut und den Anteil am schwedischen Lastwagenbauer Scania erhöht. Die Wolfsburger stockten ihren Anteil von 18,7 auf 20,03 Prozent auf. Dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 35,31 Prozent, bislang lag er bei 34 Prozent. Das teilte der Autobauer am 7. März in Wolfsburg mit. Volkswagen unterstreiche mit diesem Schritt die Bedeutung seiner Beteiligung an Scania. VW ist jeweils größter Aktionär von MAN und von Scania und pocht bei der angestrebten Nutzfahrzeug-Allianz auf eine möglichst einflussreiche Rolle. An MAN hält VW 29,9 Prozent.

Die Beteiligungen an MAN und Scania seien ausreichend, um eine freundliche und einvernehmliche Lösung zur Erreichung der anerkannt hohen Synergien zu finden, hieß es. Der Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN war im Januar mit einem milliardenschweren Übernahmeversuch für Scania am harten Widerstand der Schweden und ihrer Großaktionäre VW und Investor gescheitert. Nun streben die Beteiligten eine einvernehmliche Lösung an. VW will in eine Allianz sein Geschäft mit Schwerlastern in Brasilien einbringen, möglicherweise aber auch die komplette Nutzfahrzeugsparte.

Bei MAN baut der Wolfsburger Autobauer seinen Einfluss ebenfalls deutlich aus. Neben VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist auch der Chef von VW Nutzfahrzeuge, Stephan Schaller, als Kandidat für die Neuwahl des MAN-Aufsichtsrates bei der Hauptversammlung am 10. Mai 2007 nominiert worden.

Autor: Jan Kretzmann

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