SUVs der Zukunft: Vorschau

Allradler der Zukunft: Vorschau

— 12.05.2011

Alles noch geheim

Was die Hersteller streng unter Verschluss halten, zeigen wir hier exklusiv: die SUVs der kommenden Jahre. Nachfolger von bekannten und ganz neue 4x4-Autos in allen Klassen.

SUVs und Crossover liegen im Trend, 4x4-Fans drfen sich auf ein Feuerwerk von Neuheiten in den nchsten Jahren freuen. Die bekannten Hersteller bauen ihre SUV-Paletten weiter aus und bringen Nachfolger der aktuellen Modelle. Neu dazu kommen die allerletzten Mohikaner, die bisher noch kein solches Auto im Programm hatten. Zum Beispiel Maserati: Die italienische Nobelmarke, die zum Fiat-Konzern gehrt, plant fr 2013 einen groen, sportlich-eleganten Crossover. Er basiert technisch in weiten Teilen auf dem Grand Cherokee von Jeep neuerdings ebenfalls eine Fiat-Marke und tritt mit einer knapp fnf Meter langen und zwei Meter breiten Karosserie gegen Porsche Cayenne, BMW X5/X6, Range Rover Sport und Mercedes ML an. Drei Motoren plant Fiat fr das Nobel-SUV: den 3.0-V6-Diesel aus dem Grand Cherokee mit rund 275 PS, einen 3.0-V6-Benziner von Chrysler mit rund 300 PS und einen 4.0-V8-Benziner von Ferrari mit 400 PS. Zwischen 50 PS und 75 PS zustzlich sollen diese Motoren in den geplanten GT-Versionen des Maserati leisten. Der wird brigens nicht in Italien gebaut, sondern bei Jeep in den USA.

berblick: Allradler auf autobild.de

Exotische Konkurrenz fr Q5 und X3: Das Alfa-SUV basiert auf dem Nachfolger des 159 und soll ab 2014 bei den Hndlern stehen.

Dort will Fiat auch die beiden SUVs der Marke Alfa Romeo produzieren: Das kleinere basiert auf der Giulietta, ist so kompakt wie ein VW Tiguan und soll 2013 prsentiert werden. Der grere Alfa Crossover tritt in Abmessungen und Preis gegen X3 und Q5 an, teilt sich die Technik mit dem Nachfolger des Alfa 159 und soll 2014 bei den Hndlern stehen. Ebenfalls wieder aus den USA kommen die Neuauflagen von BMW X5 und X6. Den Anfang macht 2014 der X5, der in der Gre etwas zulegt, beim Gewicht aber abspeckt. Deshalb packt ihm BMW erstmals wahlweise auch einen Vierzylinder-Diesel unter die Haube und drckt damit den Flottenverbrauch der Baureihe nach unten: Mit dem 204 PS und 500 Nm starken 2.0-Biturbodiesel ist der X5 zwar ausreichend stark, aber nicht unbedingt vornehm motorisiert. Deshalb gibt's natrlich auch im neuen Modell wieder Sechsylinder als Diesel und Benziner sowie den fr viele Exportmrkte wichtigen V8-Benziner. Die gleichen Motoren bekommt auch der Nachfolger des X6, dessen zweite Generation 2015 mit einem etwas gerumigeren Coup-Heck an den Start geht.

berblick: Erlknige auf autobild.de

Mercedes schafft ab 2013 mit dem BLK eine interessante Alternative zu Audi Q3 und BMW X1.

Am anderen Ende der Grenskala wartet ab 2016 ein komplett neues BMW-Modell auf Kufer. Der Family Active Sports Tourer, kurz FAST, rangiert mit nur vier Meter Auenlnge unter dem X1, basiert auf der Technik des Allrad-Mini und soll als 4x4-Version ab rund 25.000 Euro anrollen. Ebenfalls eine Programmerweiterung nach unten strebt Porsche mit dem Cajun an. Der 4,60 Meter lange Crossover luft in Leipzig vom Band und soll im Herbst 2013 bei den Hndlern stehen. Damit das Projekt rentabel wird, teilt sich der Cajun viele Technikkomponenten mit dem Konzernbruder Audi Q5. Unter der Haube arbeiten deshalb sowohl Vier- als auch Sechszylinder-TDI- und -TFSI-Motoren aus dem Audi-Programm, die fr den Porsche etwas mehr Leistung bekommen. Die Palette beginnt beim 2.0 TDI mit 190 PS und endet beim 3.0 V6 TFSI mit rund 320 PS. Die Preise starten voraussichtlich bei 45.000 Euro. Mercedes schafft ab 2013 mit dem BLK eine interessante Alternative zu Audi Q3 und BMW X1. Der kleine Benz basiert auf der nchsten B-Klasse und wird von quer eingebauten Vierzylindermotoren mit Turboaufladung angetrieben, als Diesel und Benziner. Fr die Allradversionen muss man mindestens 35.000 Euro einplanen.

Deutlich preiswerter bietet Opel seine beiden neuen SUVs an, die sich unterhalb des Antara einsortieren. Das kleinere der beiden basiert auf dem Corsa und soll schon 2012 prsentiert werden. Ein Jahr spter folgt das SUV auf Basis des aktuellen Astra, das Opel gezielt gegen den VW Tiguan und damit zu etwa den gleichen Preisen ins Rennen schickt. Der gerade erst facegeliftete Bestseller von VW bleibt noch bis 2015 im Programm, ehe sein Nachfolger anrollt. Der Tiguan der zweiten Generation basiert technisch in vielen Details auf dem Golf VII, der 2013 kommt, und wird etwas grer und gerumiger. Die bekannten TDI- und TSI-Motoren bleiben im Programm, mssen bis zur Markteinfhrung des Tiguan aber schon die Euro 6-Abgasnorm erfllen. Dank neuer Einspritzsysteme steigen Leistung und Drehmoment etwas an. Ein eigenstndiger Armaturentrger soll die Verwandtschaft zum Golf endgltig unsichtbar werden lassen.

News und Tests: Alle Marken, alle Modelle

Auch in der Klasse unterhalb des Tiguan will der VW-Konzern knftig besonders sparsame und umweltfreundliche SUV-Modelle anbieten: Der nchste Polo ist auch in einer Crossover-Allradvariante geplant, auf deren Basis Ableger fr andere Marken wie ein Audi Q1, der nchste Skoda Yeti und ein Seat- Modell entstehen knnen. Alle mit sparsamen, aufgeladenen Motoren von 1,2 bis 1,6 Liter Hubraum und Diesel-Verbrauchswerten mit einer Vier vor dem Komma. Mit Preisen zwischen 20.000 und 30.000 Euro sind die kompakten Crossover in einem Segment unterwegs, in dem die Kundschaft derzeit nur von Importmarken bedient wird. Mehr Geld verdienen die Hersteller aber in der groen Klasse, in der auch der Volvo XC90 zu Hause ist. Der alte Schwede wird schon seit acht Jahren gebaut und muss noch mindestens bis 2013 durchhalten, ehe der Nachfolger kommt. Im Design orientiert sich der gerumige Allradler an seinem erfolgreichen kleinen Bruder XC60, der 2015 abgelst wird, und tritt damit sportlicher und eleganter auf als der aktuelle XC90. Welche Motoren Volvo knftig antreibt, steht noch in den Sternen. Der neue chinesische Besitzer Geely sondiert derzeit viele Optionen, hat sich aber noch nicht entschieden. Doch langsam wird es Zeit, denn mit den alten Volvo-Fnfzylindern ist an Euro 6 nicht im Traum zu denken.

Autor: Bernhard Weinbacher

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung