Allrounder Maro Engel

Allrounder Maro Engel

— 19.05.2017

Der fleißigste Rennfahrer Deutschlands

Egal ob 270 PS im Formel-E-Renner, fast 600 PS im Mercedes AMG GT3 oder die schnellste Tourenwagenserie der Welt – Maro Engel fühlt sich überall zu Hause.

Eine Winterpause zum Relaxen gibt es für Maro Engel nicht. Das Jahr 2017 war noch keine zwei Wochen alt, da bestritt der 31-Jährige schon sein erstes Rennen. Eine 24-Stunden-Hatz in der Wüsten-Hitze von Dubai. Er fährt Elektro-Formel-Flitzer durch Metropolen wie Hongkong, New York oder Paris. Er peitscht mit einem fast 600 PS starken Mercedes AMG GT3 durch die Steilwand von Daytona oder über die Nordschleife am Nürburgring. Und er hat sich in die härteste Tourenwagenserie der Welt zurückgekämpft – die DTM.
Bei Maro Engel stehen die Räder nie still, der Helm hängt nie am Nagel, die Handschuhe sind immer aufgezogen. „Stress? Mit so coolen Kisten auf dem ganzen Planeten zu fahren ist doch kein Stress – das ist einfach nur fantastisch“, schwärmt er.

In der Formel E gibt Engel für Venturi Vollgas

Die Autos könnten unterschiedlicher nicht sein. Engel vergleicht: „Das schnellste Fahrzeug ist das DTM-Auto, das zwar ein Tourenwagen ist, aber einem Formel-Rennwagen doch sehr ähnelt: extrem viel Downforce und Grip, unglaublich hohe Kurvengeschwindigkeiten. Das GT3-Auto hat zwar mehr PS, fährt sich aber wie ein Straßenauto, hat Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle, ist träger, weil es einfach mehr Gewicht hat. Man ist auf der Geraden schneller, muss aber früher bremsen. Und der Formel-E-Flitzer ist sehr komplex zu fahren – wegen seiner Energierückgewinnung."

Im letzten Jahr triumphierte Engel beim 24 Stunden Klassiker auf der Nordschleife

Engel gibt zu, dass das Hin- und Herspringen zwischen so verschiedenen Rennwagen am Anfang nicht einfach war. „Es geht um so viele Kleinigkeiten“, beschreibt der Nimmersatt. „In der Formel E fahren wir zum Beispiel mit Rillenreifen, alles findet an einem Tag statt, in der GT3 teilt man sich das Fahrzeug mit mehreren Piloten – das alles erfordert unterschiedliche Arbeits- und Herangehensweisen. Aber je öfter man das macht, desto schneller geht das Umsteigen.“ Und er sieht auch Vorteile: „Natürlich ist zum Beispiel ein Setup nicht von einem auf das andere Auto übertragbar, aber durch das Fahren von verschiedenen Rennwagen wirst du ein kompletterer Fahrer, bekommst ein tieferes Verständnis für Fahreigenschaften. Das hilft einem sehr.“ Einen Rennwagen will er unbedingt noch ausprobieren: „Das Formel-1-Auto von Mercedes“, träumt er.
Ein Tag mit Maro Engel in der Formel E: Der Tagesablauf in der Übersicht

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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