Alltagstest für 500 Mini E

Mini E, das Elektromobil von BMW Mini E, das Elektromobil von BMW

Alltagstest für 500 Mini E

— 18.10.2008

Dieser Mini fährt mit Strom

BMW präsentiert die Elektro-Version des Mini. Mit Lithium-Ionen-Akkus soll der kleine Kraftprotz bis zu 240 Kilometer weit fahren – vorerst aber nur in den USA. Ab 2010 an seiner Seite: das Mini SUV. Erste Bilder in der Galerie.

Plötzlich ging alles ganz schnell. BMW fahre elektrisch in die Zukunft, verkündete Vorstandschef Norbert Reithofer Anfang August 2008. Ein paar Wochen später geht der erste bayerische Zukunftsbotschafter auf die Straße: der Elektro-Mini. Offizielle Modellbezeichnung: Mini E. Als erster deutscher Premiumhersteller bringt BMW eine Flotte von 500 rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen in den USA zum Einsatz, genauer in den Bundesstaaten Kalifornien, New York und New Jersey. Der offizielle Startschuss fällt auf der Los Angeles Auto Show 2008 Ende November. Ein Einsatz des in München entwickelten und in Oxford (England) gebauten Mini E in Europa werde derzeit geprüft, heißt es bei BMW.

204 PS, 240 Kilometer Reichweite, zweieinhalb Stunden Ladezeit

Die 500 ausgesuchten Privat- und Firmenkunden in Übersee werden mit einem 204 PS starken Kraftprotz über die Highways huschen, der allerdings bei 95 mph bzw. 152 km/h elektronisch abregelt. 220 Nm als maximales Drehmoment beschleunigen den anderthalb Tonnen schweren Exil-Bayern ohne Unterbrechung in 8,5 Sekunden von null auf 100. Die rund 300 Kilo Gewichtszunahme gegenüber dem Serienmodell sind zum Großteil den Lithium-Ionen-Akkus im Fond des Zweisitzers geschuldet. Die drei Batterieeinheiten garantieren laut BMW-Angaben mehr als 240 Kilometer Fahrspaß vor dem nächsten Gang an die Steckdose. Praktisch für die amerikanischen Test-Kunden: Eine mitgelieferte "Wallbox" verkürzt die Ladezeit bis zur vollständigen Regeneration auf zweieinhalb Stunden. Allerdings ist die Ladedauer eng an die im Versorgungsnetz herrschende Spannung und Stromstärke gebunden.

Energierückgewinnung ohne Tritt aufs Bremspedal

Zusätzlich um bis zu 20 Prozent erweitert wird die Reichweite des Elektro-Mini durch Rückgewinnung von Bremsenergie, die sogenannte Rekuperation. Schon wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt, entsteht ein Bremsmoment, das der Batterie zugute kommt. Laut Herstellerangaben können mit der Spaß-Bremse im Stadtverkehr rund 75 Prozent aller Verzögerungsvorgänge ohne einen Tritt aufs Pedal absolviert werden. Die Bremsanlage beim E-Mini ist außerdem mit einer neu entwickelten elektrischen Unterdruckpumpe versehen. Modifikationen am Fahrwerk, eine angepasste Stabilitätskontrolle und bedarfsgerechte Lenkunterstützung erleichtern ebenfalls das Handling. Der Mini E ist Teil der BMW-Strategie "Number ONE" und ein Schritt zu einer mittelfristigen Serienproduktion von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen des blau-weißen Autobauers. Zu erkennen sein werden die 500 Testfahrzeuge an einer zweifach silbergrauen Lackierung und einem kreischgelben Stromstecker als Logo, dessen Kontrast im Hintergrund ein "E" darstellt.

2010 startet das Mini SUV

2010 stellt BMW dem Mini E die vierte Baureihe zur Seite: Dann startet das Mini SUV. Vier Türen, vier angetriebene Räder – erste Erlkönigfotos von CarPix zeigen wir in der Bildergalerie. Aber nicht  erschrecken: ganz schöne schrille Lackierung, mit der die Münchner da unterwegs sind. Fans des Crossover Concept, das Mini auf der Pariser Motor Show 2008 gezeigt hat, sei versichert: Viele auffällige Elemente schaffen es tatsächlich in die Serie, zum Beispiel die fast comicartige Front.

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