Alternative Kraftstoffe — 25.07.2008
Gas nehmen statt geben
Wer ein Auto mit Erdgasmotor fährt, gibt für Spritkosten auf der Urlaubsfahrt rund die Hälfte weniger aus als mit konventionellem Antrieb. Und mit Glück gibt es für Kauf oder Umrüstung des Fahrzeuges sogar einen Zuschuss.
Allerdings unterstützen viele lokale Energieversorger ihre Kunden beim Kauf eines Erdgasautos. So fördert die Berliner GASAG bis Ende 2008 die Umrüstung oder Anschaffung eines Neu-, Gebraucht- oder Leasingfahrzeuges mit einer einmaligen Beihilfe zwischen 111 bis 950 Euro – dafür muss sich der Halter bereit erklären, künftig für die Gasanstalt ein Werbebanner auf der Karosse herumzukutschieren. Die Oldenburger EWE (Niedersachsen) schießt sogar bis zu 1500 Euro zu. Häufig werden Förderungen in Form eines Tankgutscheins für Erdgas oder als einmaliger Zuschuss für die Anschaffung des Fahrzeuges in Verbindung mit einem Werbevertrag gewährt. Die Art der Förderung ist regional (je nach Gasversorger) unterschiedlich. Zusätzlich fördert der Initiativkreis Erdgas als Kraftstoff e.V. (IEK) bis zum Jahresende die Anschaffung oder Umrüstung von 1000 Gasfahrzeugen. Die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge der Bewerbungen; wer zuerst kommt, fährt zuerst.
Auch die Versorgung mit Tankstellen ist inzwischen kein Problem mehr: Derzeit werden an rund 800 Stationen Zapfstellen für Erdgasfahrzeuge angeboten. Zum Vergleich: Zum Jahresende gab es in Deutschland insgesamt knapp 15.000 Tankstellen insgesamt, Tendenz abnehmend. In Italien ist das Netz der Erdgas-Reservoirs sogar noch engmaschiger, in Österreich und der Schweiz ist es in etwa so gut wie in Deutschland. Außerdem lassen sich bis zu 15 Prozent an Versicherungsprämien einsparen. Aktuell sind rund 70.000 Erdgasfahrzeuge in Deutschland gemeldet.

































