Top Gear nach dem Clarkson-Rausschmiss

Amazon-Auto-Show "The Grand Tour"– Update

— 20.03.2017

Sorge um "The Grand Tour"-Star Hammond

Bei Dreharbeiten zur zweiten Staffel von "The Grand Tour" ist Richard Hammond in Mosambik mit dem Motorrad verunglückt. AUTO BILD hat die Infos!

Richard Hammond ist nach seinem Sturz und der kurzen Bewusstlosigkeit wieder wohlauf.

Richard Hammond, Co-Moderator von The Grand Tour, ist in Mosambik mit seinem Motorrad verunglückt. Laut der britischen Sun war Hammond mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, als er stürzte. Ob er einen Helm getragen hat, ist unklar. Hammond wurde kurz nach dem Unfall ohne Bewusstsein aufgefunden. Die Grand-Tour-Crew, darunter auch Jeremy Clarkson und James May, war sehr besorgt. Clarkson war aber auch schon wieder zu Scherzen aufgelegt, denn die Verletzungen waren wohl nicht so schwer, wie vorerst befürchtet. Er sagte in seiner üblichen Art: "Krankenhäuser sind nicht unser Ding!" Und machte sich kurz darauf sogar schon wieder über Hammond lustig: Im Falle einer schweren Verletzung hätte es eng werden können, da die Dreharbeiten für die zweite Staffel fernab der Zivilisation stattgefanden und medizinische Einrichtungen in Mosambik nur eine Grundversorgung bieten.

Zweiter Crash für Hammond

Die Sorge um den Moderator war nicht unbegründet. 2006 verunglückte Hammond beim Versuch, den britischen Geschwindigkeitsrekord für Top Gear einzustellen. Bei Tempo 463 überschlug sich sein Dragster und bohrte sich kopfüber in ein Feld. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und lag mehrere Wochen im Koma.

Highlights und Infos zur ersten Staffel

Wenn Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May auf Umweltschützer machen, dann muss es britischer Humor sein. In der neunten Folge von The Grand Tour (TGT) kamen die drei Kultmoderatoren aufs Korallenriff und wollten zur Rettung der Unterwasserwelt ein künstliches Riff vor Barbados anlegen – mit Autowracks. Konnte nur schiefgehen und tat es auch: Die Öko-Ambitionen des Katastrophen-Trios wurden durch widrige Umstände in Gestalt eines ungehorsamen Baggers und einer sinnlosen Bootsfahrt ausgebremst. Und sonst so? Das TGT-Zelt stand in Nashville, US-Bundesstaat Tennessee. Und Jeremy Clarkson testete den neuen, rund 500 PS starken Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio. Mit Taschentüchern in den Ohren.

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TGT zu Gast in Stuttgart

"Captain Slow" hat den neuen Honda NSX getestet.

Für die erste Sendung des Jahres 2017 schlugen Clarkson, Hammond und May ihr Zelt in Stuttgart auf. In der Heimat von Mercedes und Porsche präsentierten sie ein Gefährt, das Hammond vor der Apokalypse bewahren soll. May wiederum drehte fleißig Runden mit dem neuen Honda NSX. Darüber hinaus zeigte Clarkson seine ganz eigene Kreation eines SUV, eines kleinen MG-Roadsters auf Basis eines Land-Rover-Fahrgestells.

"The Grand Tour" in Namibia

Zum Ende des Jahres 2016 gab es für alle Fans der Autoshow noch ein besonderes Highlight. Am 30. und 31. Dezember 2016 zeigte Amazon nicht eine, sondern gleich zwei Folgen von "The Grand Tour", das große Spezial der ersten Staffel. Darin verschlägt es die drei Briten nach Namibia, wo sie ihrem Produzenten beweisen wollen, dass VW Buggies aus den 60er-Jahren sehr wohl reisetaugliche Gefährte fürs große Abenteuer sind. Auch eine kleine Anspielungen auf "Top Gear" können sich die drei nicht verkneifen.

Folge sechs ganz weihnachtlich

Nach dem Riesenknall bei Folge fünf in Dubai – Clarkson, Hammond und May durchbrachen mit einem Panzer eine Wand in einem Einkaufszentrum – wurde es in Episode sechs von "The Grand Tour" (TGT) im verschneiten, weihnachtlichen Finnland besinnlich. Wie bitte? Besinnlich? Wohl kaum, wenn die drei Querköpfe am Start sind. Und seien es nur die "Raketen-Rollschuhe", die Jeremy Clarkson allerdings nicht sonderlich zu gefallen schienen.

Ford Mustang gegen Ford Focus RS

Yeehaw! Richard Hammond im Mustang-Rechtslenker ließ es krachen. Hoffentlich nicht im Wortsinn?

Doch selbst wenn es im arktischen Kakslauttanen noch vergleichsweise schmusig zuging, gab es in der Folge TGT selbstverständlich einiges an Zündstoff, wie der Trailer verrät. Richard Hammond wartete nämlich im britischen Somerset aufgeregt auf den ersten Ford Mustang mit Rechtslenkung. Und war stinksauer, als Clarkson mit einem Ford Focus RS aufkreuzte! Auch einen Seitenhieb auf Top Gear konnte sich TGT nicht verkneifen: Kurz ist zu Beginn des Trailers zu sehen, wie Hammond im Mustang ganz brav am Londoner Kriegsdenkmal Cenotaph vorbeifährt – der neue Top-Gear-Nachfolge-Hauptmoderator Matt LeBlanc hatte im März 2016 für seine Donuts vor eben jenem einen Aufschrei der Empörung provoziert.

Und James May? Während Clarkson und Hammond stritten, freute sich der dritte Benzinkopf: James May beschäftigte sich in Folge sechs mit dem legendären Kampf um die Vorherrschaft zwischen Ford und Ferrari in Le Mans 1960. Auch der Service kam nicht zu kurz: Es gab Weihnachtsgeschenk-Vorschläge für Auto-Enthusiasten. Oha.

In spätestens fünf Jahren ist Schluss

Noch macht James May die Arbeit Spaß. Aber wie lange noch?

In spätestens fünf Jahren will James May Schluss machen mit "The Grand Tour". Dann seien er und sein Moderator-Kollege Jeremy Clarkson zu alt, um noch vor der Kamera zu stehen, sagte May in einem Interview mit dem britischen Portal Radio Times. Dann wolle er nicht "seine Zeit und die der Zuseher verschwenden" und statt dessen lieber jüngere Leute ans Steuer lassen. Richard Hammond sei noch jung und würde gesundheitlich auf sich aufpassen, im Gegensatz zu May und Clarkson: "Jeremy ist schon dem Verfall nahe, genau wie ich. Binnen der nächsten fünf Jahre ist Schluss", sagte May. Leidenschaftlichen Fans der drei Benzinköpfe dürfte die Nachricht nicht gefallen.

"Endlich Clarksons Kopf geschrumpft"

Auf seinem Twitter-Account hat James May darüber hinaus ein Foto von einer riesigen Clarkson-Büste gepostet, die aktuell auf einem Lkw die USA bereist. Garniert hat er den Tweet mit dem Kommentar, dass endlich "jemand Clarksons Kopf geschrumpft habe". Mehr Infornationen gibt es nicht. Wahrscheinlich ist aber, dass die Büste "The Grand Tour" in verschiedenen Städten jenseits des Atlantiks bewerben soll. Glaubt man Gerüchten, sind zwei weitere von Richard Hammond und James May bereits in Arbeit.

Folge vier war umweltfreundlich

Teil vier der Show greift ein Thema auf, für das Jeremy Clarkson in den vergangenen Jahren vor allem Spott übrig hatte: die Umwelt. Dass dabei keine Spritsparfahrt mit dem Toyota Prius unternommen wird, dürfte jedem klar sein, der die drei Briten und ihre Art von Humor näher kennt.

Clarkson und Co beim Militär

Auch in der zweiten Folge von "The Grand Tour" ging es ordentlich zur Sache: Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May waren in Johannesburg (Südafrika) und Jordanien unterwegs. Der hochgewachsene Starmoderator Clarkson jagte im Aston Martin Vulcan über die hauseigene Rennstrecke, während May in Johannesburg lokale Autokultur erlebte. Die Hauptgeschichte dieser Folge drehte sich um ein Testgelände für militärische Spezialeinheiten in Jordanien. Im Stil des Kinofilms "Edge of Tomorrow" mussten die drei eine Geisel befreien und konnten dabei unendlich oft "sterben", womit sie sich als schlechteste Spezialeinheit der Welt outeten. Etwas morbide, aber Geschmackssache.

Grand Tour lebt in GTA 5

Zuvor hatten sich Clarkson, Hammond und May mit einer grandiosen ersten Ausgabe von "The Grand Tour" zurückgemeldet. Und wenige Tage nach der ersten Sendung empfand ein Fan die erste Szene auf Grand Theft Auto 5 nach. Hier die Wüstendurchfahrt in der GTA-5-Version des 15-jährigen "Jack Ultra Gamer":

So war die erste Sendung

In der ersten Folge von "The Grand Tour" brillierten Clarkson, Hammond und May mit Charme, Witz und natürlich auch ungehobeltem Humor. Seit Freitag (18. November) läuft die mit viel Vorschusslorbeeren versehene Sendung mit dem deutschen Titel "Die heilige Dreifaltigkeit" bei Amazon Prime in Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA.

Teuerste Szene abseits der Kinoleinwand

Schon das epochale Intro hatte es in sich: Ein deprimierter Clarkson steigt in London ins Taxi, fährt zum Flughafen, um nach Los Angeles zu jetten, wo ein blauer Ford Mustang im Parkhaus auf ihn wartet. Auf dem Highway durch eine kalifornische Steppe stoßen scheinbar überraschend Hammond im roten und May im weißen Mustang hinzu, Clarksons Laune bessert sich zusehends. Die drei Mustangs rollen sie über einen kalifornischen Salzsee, wo sie eine Mad-Max-ähnliche Flotte von mehr als 100 Autos überholen. Zu ihnen gehören Supercars und seltene Oldtimer, während eine Kunstflugstaffel mit Jets über ihre Köpfe jagt. Laut der britischen Sun hat allein diese Szene rund 2,8 Millionen Euro gekostet und wäre damit die teuerste je gedrehte Szene, die nicht für die große Kinoleinwand bestimmt war. Schließlich rollt das Mustang-Trio an der Spitze der Autoflotte auf eine Bühne zu, vor der ein 2000 Köpfe zählendes Publikum wartet und von wo eine Rockband "I can see clearly now" von Jimmy Cliff intoniert.

Seitenhiebe auf "Top Gear"

In der Sendung teilt das magische Auto-Trio mächtig aus, da bleiben einige Seitenhiebe gegenüber "Top Gear" nicht aus. Im Zentrum der Show steht das von Drehort zu Drehort wandernde Zelt, das "The Grand Tour" einen globalen Charakter verleiht. Protagonisten auf der Strecke sind Porsche 918 Spyder, McLaren P1 und Ferrari LaFerrari. Mehrere Geschichten gibt es in der ersten Folge nicht, ob sich das ändert, bleibt abzuwarten. Das Rahmenprogramm beinhaltet natürlich auch einen neuen Fahrer, "The American", und eine neue Strecke namens "Ebola-Drome". "The News" heißt "Conversation Street", und Promi-Besuche laufen unter dem Titel "Celebrity Brain Crash". Bereits in der ersten von geplanten 36 Folgen wurden drei prominente Gäste virtuell umgebracht. "The Grand Tour" sollte man gesehen haben. Gute Musik, spektakuläre Aufnahmen, erstklassige Fahrzeugwahl und bester britischer Humor machen die Show in unseren Augen zu einem Muss für Auto-Fans.

Über 28 Millionen Euro pro Jahr für die Moderatoren

Der Hype um Clarkson und Co in Italien war gigantisch.

Ein kleiner Auszug zu Kosten, Zeit- und Personalaufwand von "The Grand Tour" von dailymail.co.uk: Demnach betragen die Gesamtkosten für die 36 Episoden der drei Staffeln umgerechnet 185,4 Millionen Euro, also rund 5,2 Millionen Euro pro Folge – zehnmal so viel, wie eine "Top Gear"-Sendung kostet. Mit einem Jahressalär von 11,6 Millionen Euro sei Jeremy Clarkson Großbritanniens bestbezahlter TV-Star, bei der BBC habe er zuvor "nur" gut 1,7 Millionen Euro erhalten. Hammond und May würden von Amazon mit jeweils 8,35 Millionen Euro entlohnt, heißt es. Rund 32 Millionen Euro sei der Wert der Fahrzeuge, die in der sechsminütigen Einstiegssequenz der ersten Episode auftauchten, inklusive eines Bugatti Veyron (1,6 Mio.) und eines Rolls-Royce Phantom (870.000), so dailymail.co.uk.

Die umstrittensten Sprüche von Jeremy Clarkson

Neuer  Name spielt auf alte Show an

Der Name der neuen Sendung spielt nicht nur auf die Bezeichnung GT für Gran Turismo, Reisewagen, an, "die große Tour" soll vor allem widerspiegeln, dass die neue Sendung nicht mehr an einem festen Drehort entsteht. Dass die Abkürzung GT die Umkehrung von TG für "Top Gear ist", dürfte außerdem nicht ganz unbeabsichtigt sein. Die Show ist allein im Internet abzurufen.

Autoren: Maike Schade, , , Christoph Richter

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