Gene, Wurz und davidson im Peugeot 908

American Le Mans-Serie

— 23.03.2010

Peugeot siegt im neuen Klassenkampf

Erster Le Mans-Test geglückt: Peugeot holt Doppelsieg beim 12-Stunden-Rennen in Sebring. Audi war nicht startberechtigt. Erste Sieger in den neuen Klassen der American Le Mans-Serie.

Bessere Wettbewerbsbedingungen in der American Le Mans-Serie, so lautete das Ziel der Organisatoren. Deshalb teilten sie die Wertungsklassen für 2010 neu ein. Ausgenommen der Rennen in Sebring und in Petit Le Mans, die zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen in Le Mans gelten, werden die beiden Prototypenklassen P1 und P2 zu einer zusammengefasst. Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die Restriktoren der LMP1-Fahrzeuge um fünf Prozent verkleinert. Folge: Dem Motor wird weniger Sauerstoff zugeführt, dadurch verringert sich die Leistung. Gleichzeitig besitzen LMP2-Boliden neuerdings einen 90- anstatt 80-Liter-Tank und behalten den zwei Meter breiten Heckflügel. Zudem gibt es eine neue Prototypen-Gruppe, die LMP Challenge, in der einzig die Autos von Oreca aufgelistet werden. Mit rund 430 PS besitzen die Oreca-Courtage FLM 09 deutlich weniger Leistung als die 600 bis 700 PS starken Rennwagen der LMP-Klasse. Die Kategorie GT1 gibt es ab 2010 nur noch bei den Rennen in Sebring und Petit Le Mans als Test für den 24h-Klassiker in Le Mans. Die GT2-Klasse besteht ohne Regeländerungen weiter. Außerdem kommt mit der GT Challenge (GTC) eine neue Gruppe hinzu. Startberechtigt sind dort Porsche GT3 Cupfahrzeuge aus drei verschiedenen Generationen.

Gelungener Test für die Peugeot-Werksmannschaft 

Bester Gran Turismo: Jaime Melo, Gianmaria Bruni und Pierre Kaffer im roten Ferrari F430.

Beim Saisonauftakt der American Le Mans-Series (ALMS) im amerikanischen Sebring sicherten sich die blauen Löwen einen Doppelsieg. Marc Gené (35), Alexander Wurz (36) und Neuzugang Anthony Davidson (30) pilotierten den Peugeot 908 HDi FAP mit der Startnummer sieben zum Gesamtsieg. Ärgste Verfolger des Trios waren die Teamkollegen Nicolas Minassian (37), Sébastien Bourdais (31) und Pedro Lamy (38). Nach zwölf Stunden lagen sie nur 13,817 Sekunden hinter den Führenden. Ein Reifenschaden sowie ein anschließender Dreher von Sébastien Bourdais machten die Siegchancen des zweiten Werks-Renners zu nichte.

Überblick: Alle News und Tests zu Peugeot

Greg Pickett, Klaus Graf und Sascha Maassen fuhren mit ihrem Porsche RS Spyder zum Klassensieg in der LMP2.

Peugeot-Sportdirektor Olivier Quesnel war mit der Leistung seiner Schützlinge überaus zufrieden: "Unser Ziel war es, den weiterentwickelten 908 HDi FAP gründlich zu testen. Das ist uns gelungen, die beiden Fahrzeuge liefen wie ein Uhrwerk. Das Wochenende in Sebring war sehr vielversprechend, denn die Zuverlässigkeit wird beim Saisonhöhepunkt im Juni in Le Mans eine große Rolle spielen. Aber auch bei den Boxenstopps, der Rennstrategie und der gesamten Arbeit des Teams waren wir sehr stark. Das Ergebnis stimmt uns sehr optimistisch, wir werden uns aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen und weiter hart arbeiten."

Audi musste zu Hause bleiben

Die Konkurrenz war in weiter Ferne. Audi wollte wegen Zeitverzögerungen in der Entwicklung einen R15 TDI mit vorheriger Ausbaustufe einsetzen. Da dieses Fahrzeug nicht zu 100 Prozent dem Reglement entspricht, hätten die Ingolstädter eine Starterlaubnis der anderen Teams benötigt, die ihnen jedoch verweigert wurde. Doch ein ehemaliger Audi-Mann setzte Peugeot zu Beginn des Rennens stark unter Druck. Emanuele Pirro jagte in seinem Lola B 09 60-Judd die Dieselrenner an der Spitze und rangierte zwischenzeitlich sogar auf Position zwei. Eine defekte Lichtmaschine und Probleme in der Motorkühlung warfen Pirro und seine Teamkollegen Paul Drayson und Jonny Cocker dann jedoch weit zurück. Der dritte Podestplatz ging an Adrian Fernandez, Harold Primat und Stefan Mücke im Lola-Aston Martin. Weitere Klassensieger: Greg Pickett, Klaus Graf und Sascha Maassen im Porsche RS Spyder (P2), Scott Tucker, Christophe Bouchut und Mark Wilkins im Oreca-Courtage FLM09 (PC) Jaime Melo, Gianmaria Bruni und Pierre Kafer im Ferrari F430 (GT2) sowie Butch Leitzinger, Juan Gonzalez und Leh Keen im Porsche 911 GT3 Cup (GTC).

Autor: Sascha Höpfner

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