AMI Leipzig 2009

AMI Leipzig 2009 AMI Leipzig 2009

AMI Leipzig 2009

— 27.03.2009

Alle mal gucken!

Namhafte Hersteller wie BMW und Fiat fehlen dieses Jahr auf der AMI. Dennoch feiert die Messe schon vorab Rekordzahlen: 493 Aussteller und neun Weltpremieren. Hier die Highlights der Frühjahrsmesse.

Auf keiner anderen Automesse der Welt sind die Arbeitsbedingungen für Journalisten so entspannt wie bei der AMI: Freundlich tritt man aus dem Motiv, wenn ein Kollege die Kamera zückt. Neben jedem Auto lauern freundliche Hostessen, die zügig und charmant die Vorteile des jeweiligen Fahrzeugs preisen. Kein Drängeln, kein Schubsen, herrlich. Am Samstag wird das erfahrungsgemäß anders aussehen: Die AMI in Leipzig ist und bleibt in erster Linie eine Messe für das Publikum. Und dem wird hier vom Eröffnungstag bis zum 5. April 2009 wie üblich viel geboten: "Liebe geht durch den Wagen", so das Motto, flächendeckend in der ganzen Stadt plakatiert. Fast alle Autos, die auf dem Genfer Salon 2009 Appetit auf Automobiles gemacht haben, werden hier erstmals auf deutschem Boden gezeigt. Aber eben nur fast alle: BMW ist nicht hier dieses Jahr, Mini folglich auch nicht, Fiat fehlt samt Lancia und Alfa Romeo (wie schon 2008), Mitsubishi bleibt fern, Seat erneut, Saab und Volvo fehlen erstmals seit langem. Für neun Weltpremieren und 439 Aussteller aus 20 Ländern reicht es dennoch, verkündet die Messe Leipzig: Rekord, trotz der prominenten Ausfälle.

Audi zeigt den TT RS Roadster – und 15 Gebrauchte zu amtlichen Preisen

Eine der Weltpremieren steuert Audi bei: den TT RS Roadster. Die Eckdaten sind Beschleunigungsfreaks hinlänglich bekannt: 340 PS, 4,7 Sekunden auf 100, Spitze 250 km/h. Bei 58.650 Euro beginnt der Spaß. Das Ausstellungsstück hat zusätzliche Extras für 15.055 Euro an Bord (Optikpaket Alu matt, belederte Überrollbügel, 19-Zoll-Räder etc.). Schwupps, schon kostet der schnellste Audi TT aller Zeiten 73.705 Euro. Zu viel? Dann gibt es gleich nebenan Abhilfe: Seite an Seite mit den 23 Neuwagen, die Audi hier zeigt, stehen 15 Gebrauchte aus dem hauseigenen Bestand. Da gibt es TT im S-Trimm für knapp 50.000 Euro. Unverkäuflich, aber himmlisch schön anzusehen: der Auto Union Grand Prix Rennwagen Typ D von 1938, den Audi zur Feier des 100-jährigen Markenbestehens mitgebracht hat. Mit bis zu 330 km/h ist der silberne Renner einst über die Pisten dieser Welt geprescht. Angetrieben von einem Zwölfzylinder mit bescheidenen drei Litern Hubraum und furiosen 420 PS.

5,3 Liter Verbrauch, 222 km/h Spitze: VW zelebriert die Rückkehr des GTD

Historisches gibt es bei VW nicht zu entdecken, dafür eine weitere Weltpremiere: Der Golf GTD feiert Wiederauferstehung. Wie einst im GTI-Look, aber mit Diesel-Power. 222 km/h Spitze, 8,1 Sekunden auf 100 – aber nur 5,3 Liter Durchschnittsverbrauch und umweltschonende 139 Gramm CO2 pro Kilometer. So machen Greencars Spaß. Auch wenn sie Polo heißen. Der parkt direkt neben dem GTD, zum Beispiel als BlueMotion. CO2-Wert 86 g/km, 3,3 Liter Verbrauch – mit dieser Öko-Sparbüchse werden die Wolfsburger noch jede Menge Rekorde einfahren. Das könnte auch das schräge Peugeot-Dreirad Hybrid3 Compressor, das bei den Franzosen auf dem Stand steht. Drei Räder, ein schmales Dach überm Kopf und 29 PS unterm Hintern. Klingt interessant – für den alltäglichen Kampf um knappe Parkplätze. Und für die Umwelt. Denn der Scooter wird von zwei Elektromotoren an den Vorderrädern und einem Benzinmotor am Hinterrad angetrieben. Nur 47 Gramm CO2 pro Kilometer kämen so zusammen – wenn es den Hightech-Roller denn schon zu kaufen gäbe. Gibt es aber nicht. Statt dessen schickt Peugeot nach der AMI den 206+ zu den Händlern.

206? Genau, der Vorgänger des aktuellen 207. Der läuft parallel zu seinem Nachfolger vom Band und steht als Weltpremiere in Leipzig, gut zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt. Preis heute: ab 9950 Euro. Das macht attraktiv in Zeiten der Abwrackprämie. Warum auch nicht? Ist ja alles dran, was man so im automobilen Alltag braucht. ABS, Zentralveriegelung und vier Airbags. Dass die Technik schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, fällt kaum ins Gewicht. Zumal der Peugeot nach dem +-Update jetzt auch im aktuellen Design vom Hof rollt.

Autoren: Ralf Bielefeldt,

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