Fußgänger-Crashtest

Ampeln in 30er-Zonen

Keine Ampeln bei Tempo 30?

Die Stadt München hat in einer 30er-Zone zwei Fußgängerampeln vorübergehend ausschalten lassen. Ein Vorgehen, das der StVO entspricht, das aber auch höchst umstritten ist.

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Dürfen Ampeln zu Testzwecken abgeschaltet werden?

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Die Abschaltung von Am­peln in Tempo-30-Zonen stößt auf Kritik. Laut § 45 der Straßen­verkehrsordnung (StVO) sind Ampeln und auch Radwege in verkehrsberuhigten Tempo-30-Zonen nicht nötig und müssen abgeschafft werden. Im Münchener Stadtteil Neuhausen-Nym­phenburg hatte die Stadt zwei Fußgängerampeln vorübergehend stillgelegt. Die Bezirksabgeordnete Ingeborg Staudenmeyer (SPD) hält das für gefährlich. In der Nähe befänden sich Schulen und Be­hinderteneinrichtungen. Zudem sei die betreffende Querung "für Fußgänger unübersichtlich", so Staudenmeyer. Auch die Polizei hatte sich in einer Stellungnahme gegen den Wegfall der Ampeln ausgesprochen – sofern nicht er­satzweise etwa ein Zebrastreifen eingerichtet wird.
Nach Protesten nahm die Stadt die Lichtzeichenanlagen wieder in Betrieb.

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Dürfen Ampeln zu Testzwecken abgeschaltet werden?

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Ursprünglich wollte das zuständige Kreisverwaltungsreferat der StVO-Vorgabe ent­sprechen und herausfinden, ob die Ampeln für die Verkehrssi­cherheit noch erforderlich sind. "Zudem möchten wir überflüssige abbauen", so Behördenspre­cherin Daniela Schlegel. Die Ein­sparung von Betriebskosten habe dabei keine Rolle gespielt. Von 1200 Ampeln seien immer ein bis zwei auf Probe aus. Auch in anderen Teilen Bayerns und in Hessen hatte es Wi­derstand gegeben, weil Ampeln und Radwege in 30er-Zonen für unnötig erklärt wurden.

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