Anklage gegen angeblichen ADAC-Mitarbeiter

— 21.12.2012

Falscher "Gelber Engel" kommt vor Gericht

Weil er liegengebliebene Autofahrer auf der A7 geschröpft hat, muss sich demnächst ein falscher "Gelber Engel" vor Gericht verantworten.



Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat einen 19-Jährigen aus dem Kreis Northeim, der sich auf der A7 vor liegengebliebenen Autofahrern als Mitarbeiter des ADAC ausgegeben hatte, angeklagt. Dem falschen "Gelben Engel" werde Betrug in 13 Fällen vorgeworfen, teilte ein Behördensprecher mit.

Der 19-Jährige war von März bis Mai 2012 mit einem zum scheinbaren Pannenhilfe-Fahrzeug umgerüsteten Auto auf der A7 unterwegs gewesen und hatte liegengebliebenen Autofahrern erklärt, er sei im Auftrag des ADAC tätig. Seine Hilfe werde von Versicherungen bezahlt. Im Kleingedruckten, das die Autofahrer nicht lesen konnten, ließ er sich aber Aufwandsentschädigungen zusichern, die er später per Rechnung eintrieb. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Autor: Maike Schade



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