Anliker "Red Gold Dream" steht zum Verkauf — 07.12.2011
Elf Millionen für einen SLR?
Der Schweizer Ueli Anliker wirbelt seit 2009 die Tuning-Szene mächtig auf. Sein weltweit bekanntes Erstlingswerk "Red Gold Dream" soll jetzt einen neuen Besitzer finden. Für elf Millionen Euro.
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Als Basis für die Umsetzung seines wilden Traums verwendet der Winznauer einen kaum gebrauchten SLR McLaren. Neupreis 2008: rund 450.000 Euro. Gut 30.000 Stunden dauert dessen Umbau, also 3750 Arbeitstage à acht Stunden. Das Motortuning beläuft sich auf derzeit 950 PS. Einem möglichen Käufer will Ueli Anliker seinen SLR jedoch mit exakt 1000 PS aushändigen. Die noch fehlenden 50 Pferde werden bis dahin vor den Karren gespannt, verspricht er. 600 Rubine zieren das gesamte Fahrzeug, die Lackierung ist mit fünf Kilogramm Goldstaub vermischt. Materialwert: gut 120.000 Euro. Doch der König Midas des Customizing ging noch weiter. Er vergoldete alles, was in Serie schwarz ist. Etwa die Rückleuchtengehäuse. Für fast 15.000 Euro – pro Stück. Insofern darf man ihm glauben, wenn er die Entstehungskosten des Autos mit 5,5 Millionen Schweizer Franken beziffert, circa 3,7 Millionen EuroFür manche wirkt der SLR vorn wie eine sibirische Rangierlok mit XXL-Schneepflug, der Heckspoiler erinnert an die Steilkurve einer vierspurigen Carrera-Bahn. Weitere Kommentare aus Internet-Blogs: Wie ein bereiftes Kirmeskarussell sähe das Teil aus, witzelt einer, während ein anderer augenzwinkernd beklagt, er leide "seit der Sichtung des SLR unter chronischem Pupillenrheuma". Solche Bermerkungen blättern an Ueli Anliker allerdings ab – wie teilweise das Blattgold auf den Ledersitzen seines Benz. Den Menschen, der die geforderten elf Millionen Euro berappen soll, sucht der Künstler sowieso in Dubai, Abu Dhabi oder – wenn es sein muss – in China.
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Das Auto ist einfach ein Kunstwerk. Und: eine vermutlich ungewollte Persiflage des Luxusgut-Kunstmarktes, in welcher die Kundschaft schon längst jeden Bezug zum wahren Kunstbegriff verloren hat und genau so wie der Mainstream der reinen Reizintensität verfallen ist. Getriebene des sensorischen Overkills, sozusagen. Der Mclaren liegt damit voll im Trend. Der Wagen ist grell, eher süss als hübsch, aber irgendwie dennoch schön in seiner Form- und Farbgebung.
Leider wirkt er stilistisch mehr wie eine High-End Ludenkarre.
da muss er eher noch drauf legen um das Auto in den ursprünglichen zustand zu versetzen. Mercedes oder einer anderen Marke sollte es unterlassen dieser Person Autos zu verkaufen
@ dio: Nun, ich bin Schweizer und finde den unmöglichen Wagen einfach nur billig, kitschig, unansehnlich und echt eine Beleidigung des guten Geschmacks. Aber wie es das Wort bereits sagt: Geschmack ist Geschmackssache.
Nun, Schweizer (übrigens sind lange nicht alle reich) verbal derart zu beleidigen steht der optischen Belastung des Auges durch den SLR in keiner Weise nach. Sie dürfen sich also gut mit Anliker in eine Reihe stellen. Achja, zur Schoggi: Die ist einfach Weltklasse, das weiss die ganze Welt, daher wird die meiste Schoggi ja auch exportiert.
Grüsse aus der Schweiz.
Hilfe ! Ich krieg Augenkrebs !
Verschrotten und einschmelzen !!! Schade um den SLR.
Sieht aus wie ein China Spielzeug aus dem 1€ Laden. Der absolut Abschuss ist aber der Typ selber und seine Thai Mädels.
Ich kann mir das eigentlich nur so vorstellen dass er mit Absicht alle verarschen will und sich kaputtlacht wenn irgendein verblöderter Geldsack das Ding auch noch kauft.
Eine echte Beleidigung für die Augen. Aber wer´s mag, kann sich gerne zum Affen machen. Geschenkt würde ich ihn allerdings nehmen und ganz schnell verkaufen.