Anteros von n2a motors — 06.02.2009

Griechische Gottheit

Wer auf die Technik einer Corvette C6 nicht verzichten möchte, mit dem Look aber wenig anfangen kann, der ist beim Anteros genau richtig. Der Sportler kombiniert Rüpel-Power mit elegantem Design.

Ob man nun für ein bestehendes Chassis eine neue Karosserie zimmert, oder ein Fahrzeug gleich von Grund auf neu aufbaut – darüber können Fahrzeugbauer endlos streiten. Kostenintensiv sind beide Herangehensweisen. n2a motors, ein amerikanische Hersteller für Individualfahrzeuge, hat sich mit dem Anteros jedenfalls der ersten Variante verschrieben. Auf Basis der aktuellen Corvette C6 entstand im sonnenverwöhnten Kalifornien ein eleganter Sportwagen, der mit dem rüpelhaften Image der amerikanischen Sportwagen-Ikone nichts mehr gemein hat. Und während die Chevi-Ingenieure mit glasfaserverstärkten Kunststoff eine ganz ordentliche Vorlage lieferten, klotzt n2a motors mit einer superleichten Kohlefaser-Karosserie. Vorne macht der Anteros auf hübschen Griechen, hinten fungiert ein knackig-kurzer Überhang als Blickfang. Ganz Traumwagen eben. Unter seinen geschwungenen Formen verbirgt der Anteros die schon angesprochene Rowdie-Technik: Corvette-Bodengruppe samt Sechsliter-V8 mit 442 PS und manueller Sechsgang-Box. Auf Wunsch gibt's die bekannte Sechsstufen-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad.

Gezähmte Optik kombiniert mit bis 1000 PS

Auf Wunsch und natürlich gegen Aufpreis gibt es den Anteros auch als hübschen Roadster.

Auch wem die Leistung des 6,2-Liter-V8 nicht reicht, oder die Technik der Corvette-Schwester Z06 lieber ist, wird bei n2a motors bedient. Unter den fliesenden Formen des Anteros ist genug Platz für den großen Siebenliter-V8 mit 512 PS und selbst in der Leistungsklasse von 600 bis 1000 PS weiß der Autobauer an den richtigen Schräubchen zu drehen. Hier greift n2a motors auf das Wissen namhafter Tuner zurück. Im Innenraum ist vom rauhen Charakter des Technik-Spenders nur noch wenig spürbar. Zwar behält n2a die originalen Armaturen und Sitze der C6, hübscht die gewohnt lässige Verarbeitung aber mit viel italienischem Leder auf. Mittig im Lenkrad und im Einstieg prangt das n2a-Firmalogo und diverse Plaketten geben Aufschluss über Motorisierung und Produktionsnummer des in Handarbeit gefertigten Fahrzeugs. Mindestens 149.500 Dollar werden für das Coupé, 154.500 Dollar für den Roadster fällig. Die Technik der Corvette Z06 ist für 176.500 Dollar zu haben.

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