Michelin Formel E

ANZEIGE: Michelin Motorsport

— 15.05.2015

Das "rollende Rennlabor"

Für Michelin ist die Formel E mehr als nur ein Sport – sie ist vielmehr eine perfekte Plattform, um neue Technologien für den Reifen der Zukunft zu erproben. Ein Einblick in die Arbeit des französischen Reifenherstellers.

Spektakuläre, dramatische Rennen sind ein Kennzeichen der Formel E. Bereits in den ersten Läufen begeisterte die erste Serie mit ausschließlich elektrisch angetriebenen Formel-Rennautos die Motorsport-Fans. Klar, wenn in der Formel E die wilde Hatz losgeht, hört sich das an, als würden in einer Textilfabrik die Nähmaschinen durchdrehen. Aber guter Motorsport definiert sich eben nicht ausschließlich über den lauten Sound hochgezüchteter Verbrennungsmotoren oder den typischen Duft von Benzin über der Strecke. Spannende Zweikämpfe, viele Führungswechsel, Entscheidungen oft erst in der letzten Runde – dafür steht die neue Serie. Und für technische Innovation. Was Politiker aller Herren Länder noch als erstrebenswertes Ziel für die nächsten Jahrzehnte vorgeben, ist im Motorsport Realität. Eine Stadt voller Elektroautos. Na ja, ein Teil der Stadt wenigstens. Alle Rennen finden mitten in der City statt, in technisch identischen Rennautos.

Bei der Entwicklung des Pilot Sport EV war wichtig, dass er perfekten Grip bei jedem Wetter bietet.

Zu den Besonderheiten dieser Rennserie gehört auch der Reifen, auf dem die Formel-Flitzer durch die Metropolen stromern. Anders als in der Formel 1, wo es unterschiedliche Reifen für wechselnde Bedingungen gibt, fährt die Formel E mit einem leicht profilierten Allwetterreifen. Reifenwechsel nicht nötig. "Und trotzdem ist unser Pneu ein echter Rennreifen", erklärt Serge Grisin, Projektleiter Formel E bei Ausrüster Michelin. "Wir haben bei der Entwicklung großen Wert darauf gelegt, dass unser Michelin Pilot Sport EV bestmögliche Performance bei jedem Wetter bietet. Dieser Reifen ist kein Kompromiss, sondern funktioniert bei Trockenheit und im Regen gleich gut", versichert Grisin. Hans-Jürgen Abt, Teamchef des einzigen deutschen Rennstalls im Starterfeld, kann das nur bestätigen: "Auch wenn es sich seltsam anhört: Das größte Kompliment für einen Einheitsreifen ist, wenn nicht über ihn diskutiert wird. Das bedeutet nämlich, dass der Reifenpartner einen tollen Job macht und alle Teams einheitliche, perfekte Qualität bekommen. Genau das ist Michelin in der Formel E gelungen."

Hintergrund: Alle Infos zum Michelin Pilot Sport EV

Bestmögliche Performance ohne Kompromisse

Der Reifendruck ist wichtig für die Performance und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Für Michelin besitzt die Formel E einen ganz besonderen Stellenwert. Zum Anforderungsprofil der Serien-Organisatoren gehörte nämlich auch die Reifengröße von 18 Zoll. "Eine echte Revolution im Formelsport", findet Grisin. "Dieser Rennreifen ist viel näher an Serienreifen als das 13-Zoll-Gummi der Formel 1. Das macht es uns einfacher, die hier gewonnenen Erkenntnisse in die künftige Entwicklung von Serienreifen zu übertragen". Dafür sind die Formel-E-Reifen erheblich schmaler als ihre dicken Formel-1-Verwandten. Logisch, denn das senkt den Rollwiderstand und hat damit direkten Einfluss auf die Reichweite eines Elektrofahrzeugs. "Obwohl wir seit 20 Jahren daran forschen, haben wir gerade im Bereich Rollwiderstand noch viel Entwicklungsarbeit vor uns. Der Motorsport ist dafür die perfekte Plattform", erläutert Serge Grisin. "Wir engagieren uns hier nicht allein des Sports wegen, sondern um neue Technologien zu entwickeln, die in der Zukunft in unsere Serienreifen fließen sollen. Man kann praktisch sagen, die Formel E ist unser rollendes Rennlabor."

Das Allroundtalent

Der von Michelin extra für die Formel E entwickelte Reifen Pilot Sport EV ist ein Vielseitigkeitstalent. Ein echter Leistungssportler mit den Talenten eines Straßenpneus. Viel Grip, bei jedem Wetter einsetzbar, langlebig, niedriger Rollwiderstand – das alles vereint der Einheitsreifen in sich. "Im Motorsport haben wir es mit Extremsituationen zu tun – bei Produkten wie der Arbeitsweise. Deshalb konzipieren wir ständig neue Werkzeuge und Arbeitsmethoden", sagt Serge Grisin, Projektleiter Formel E bei Michelin Motorsport. "Die Erfahrungen, die wir hier sammeln, wirken sich direkt auf die Entwicklung künftiger Serienreifen aus."

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